"mitreden – mitgestalten – mitmachen- aber wie?"

Jugendforum im Jugendhaus

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Oberbürgermeister Thomas Kiechle bekommt von den Schülerinnen und Schülern viele Anregungen, die nun geprüft und möglichst umgesetzt werden.

Kempten – Welche Projekte habt ihr? Welche Themen bringt ihr heute mit? Was bedeutet für euch Partizipation? Diese Fragen standen oben auf den Flipcharts, vor denen sich im Jugendhaus Kempten etwa 40 Schülerinnen und Schüler versammelt hatten.

Wie seit Jahren, lud auch heuer das Amt für Jugendarbeit die Vertretungen sämtlicher Schulen ein, ihre Ideen, Anregungen, Meinungen und Sorgen vorzutragen. Dafür hatten sich Oberbürgermeister Thomas Kiechle und alle führenden Persönlichkeiten in der Jugendarbeit fast zwei Stunden Zeit genommen. „Es ist uns ernst, eure Ansichten sollen in die Entscheidungen der Stadt Kempten einfließen“, versicherte ein Fachmann.

Schnell füllten sich die Blätter mit einer gar bunten Themenpalette: gesünderes Essen in der Schulkantine, den Ostbahnhof attraktiver gestalten, bessere Busverbindungen, Projektwochen auch für jüngere Kinder, Freibad ausbauen, zurück zum G9, Lehrpläne aktualisieren, mehr unbetreute „warme“ Treffpunkte, W-lan in den Bussen, Nachrichten aus der Kommunalpolitik auf Facebook, bessere Lehrmittel, Schulen renovieren, von innen und außen … Aber: Nicht für alle Angelegenheiten ist die Stadt zuständig.

Die Neuregelung der Parkraumbewirtschaftung in Kempten stellt besonders die jungen Leute der Berufsschulen vor einige Probleme. Für viele ist der ÖPNV keine realistische Alternative, sind die Gebühren ungebührlich hoch und das Platzangebot zu spärlich (wir berichteten). Dieses eigentlich schulfremde Ärger-Thema nimmt viel Raum ein und wird, wenn die Stadt auf ihrem Konzept beharrt, sicher nicht so schnell verschwinden.

„Unser Schulcafé dämmert vor sich hin, wir wollen es schöner gestalten und bekannter machen“, das haben sich drei junge Leute vom Allgäu Gymnasium vorgenommen. Sie wünschen sich Unterstützung bei der Konzeptentwicklung, Raumplanung, den praktischen Arbeiten. „Direkt bei mir anrufen“, rät ihnen Schul- und Sozialreferent Benedikt Mayer und gibt ihnen seine Karte mit der Durchwahlnummer. Die kleine aber entschlossene Gruppe wirkt ermutigt. Das Schulcafé ist nur eine Projektidee von mehreren, die an diesem Nachmittag den hoffentlich entscheidenden Impuls bekommen haben.

Bereits im April soll auf Wunsch der Jugendlichen das nächste Treffen der Schülermitverwaltungen stattfinden. Vorher bekommen sie das Protokoll der heutigen Versammlung und dann soll, eventuell bei einem Stammtisch der SMVs, der Ball am Rollen gehalten werden. 

Elisabeth Brock

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