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"Ein Schultag zum Bäumepflanzen bitte!"

Stadt Kempten hört Anliegen der Schüler

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Am Ende des Treffens wurden die Ergebnisse des Jugendforums im Plenum mit Schülervertretern und Oberbürgermeister vorgestellt.

Kempten – Welche Themen bewegen die heutige Jugend? Welche Projektideen würden sie gerne umsetzen? Und welche Angebote der politischen Bildung und Beteiligung gibt es bereits an Schulen? Diese drei Fragen standen dieses Mal im Zentrum des alljährlich stattfindenden Jugendforums, bei dem sich Oberbürgermeister Thomas Kiechle und die für die Jugend zuständigen Referats- sowie Amtsleiter mit den Schul- und Klassensprechern der allgemein- und berufsbildenden Schulen der Stadt austauschten.

„Dieser Termin ist für uns sehr wichtig, da wir von euch Schülern aus erster Hand erfahren, welche Wünsche euch auf dem Herzen liegen“, begrüßte Kiechle die jungen Teilnehmer im Jugendhaus und bedankte sich dafür, dass diese schon jetzt bereit sind, so viel Verantwortung für andere zu übernehmen.

Selbst bei dem gemeinsamen Treffen im Jugendhaus kamen die Schüler nicht ganz am sicher aus dem Schulalltag bekannten „Frontalunterricht“ vorbei. Die anwesenden Vertreter der Stadtverwaltung zeigten ihre Zuständigkeiten und Aufgabengebiete auf, wobei der Schwerpunkt auf die Angebote gelegt wurde, die den Schülern dabei helfen können, ihre Vorhaben zu realisieren. So ging die kommunale Jugendpflegerin Alina Alltag unter anderem auf die Themen „Party ab 16“, das ESF-Modellprogramm „Jugend stärken im Quartier“, das die Schüler mitunter bei künstlerischen, musischen, sportlichen und kreativen Projekten unterstützen soll, und auf einen Fördertopf für SMV-Projekte für schulübergreifende Jugend- und Bildungsveranstaltungen ein. 

„Wir sind zwar ein Amt, was manchmal etwas abschreckend klingen mag, trotzdem könnt ihr gerne bei uns vorbeikommen. Wir beißen nicht und servieren sogar Kaffee und Tee“, bot die Jugendpflegerin ihre Unterstützung an. Und auch der Leiter des Amts für Jugendarbeit Oliver Huber stellte heraus, dass die im Jugendhilfeplan verankerte politische und demokratische Bildung partizipativ erfolgen soll: „Wir wollen nicht nur für, sondern vor allem mit euch gestalten.“

Im Anschluss waren die Schüler gefragt. Mit Pinnwand und Flipchartmarker ausgerüstet, ging es in den interaktiven Austausch mit den Erwachsenen. Dabei hatten die Jugendlichen viele soziale und ökologische Projektideen, die sie umsetzen möchten. Die FOS/BOS wünscht sich einen Umwelttag und auch die Montessori-Schüler möchten sich für die Umwelt einsetzen, indem sie einen Schultag zum Bäumepflanzen nutzen. Die Berufsschule 3 strebt einen Anti-Rassismus-Tag an, die Wirtschaftsschule eine Kleiderspenden-Aktion und die Staatliche Realschule sowie die Ober- und Berufsschulen eine Veranstaltung zum Thema Organspende.

Konkrete Forderungen an die Stadt hatten die Schüler ebenso. So wurde die derzeitige Parkplatzsituation bemängelt und es kam der Wunsch nach besseren und kostengünstigeren Bus- und Bahnverbindungen auf. Zudem wurden Sanierungsmaßnahmen gefordert, vor allem bei den Sanitäranlagen. Und auch außerhalb des Schulalltags gab es viele Verbesserungsvorschläge, wie eine Freizeithalle und mehr Fahrradwege. An die nahe Zukunft wurde ebenfalls gedacht: „Wohnraum für Studenten – günstig“ stand auf einem Flipchart.

Im Dialog zwischen Schülern und Stadtverwaltung kam heraus, dass es schon heute zahlreiche Möglichkeiten an Schulen gibt, sich politisch zu beteiligen. Viele der Einrichtungen verfügen über Umwelt- oder Integrations-AGs, sind Fair-Trade-Schulen oder Schulen ohne Rassismus. Im Stundenplan des Allgäu Gymnasiums gibt es so genannte „Zeit für uns“-Stunden, während denen die Schüler für sie interessante Themen behandeln dürfen, die vom regulären Stundenplan aber nicht abgedeckt werden. Manchmal war den Schülern im ersten Moment gar nicht bewusst, dass sie sich politisch engagieren, beispielsweise bei der Schülerzeitung, mit der das Grundrecht auf Pressefreiheit einhergeht.

Welche Idee es bis zur Umsetzungsreife geschafft hat und welche Anliegen der Schüler von der Stadt gehört wurden, wird dann vielleicht das Jugendforum 2020 zeigen.

Dominik Baum

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