Jugendliche integriert

Maria Klingelstein (BBZ Augsburg), Sahin Umut (Azubi GEA–CFS Bühl), Gerhard Schmidt (Ausbilder GEA–CFS Bühl), Norbert Jüttner (Standortleiter GEA–CFS Bühl), Peter Litzka (Arbeitsagentur), Bayram Azkin (Azubi Autohaus Allgäu), Bürgermeister Josef Mayr, Martin Wiesmann (Autohaus Allgäu), Wolfgang Schumacher (BBZ Augsburg), Ferdinand Vögele (Guggemos-Autolackierung), Annemarie Della Torre, Simon Schädele und Stefan Klaus (Elektro Klaus). Foto: Stodal

Das BBZ Berufsbildungszentrum in Kempten hat einen eigenen Preis aus der Taufe gehoben: Jetzt wurden erstmalig fünf „Hammerfirmen“ aus der Region in Anerkennung ihres vorbildlichen Engagements bei der Ausbildung von Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen mit dem „Goldenen Hammer“ ausgezeichnet.

Die Verleihung des „Goldenen Hammers“ fand im kleinen, aber festlichen Rahmen in Anwesenheit von Kemptens Bürgermeister Josef Mayr (CSU) sowie einer Reihe weiterer Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in den Räumlichkeiten des BBZ Kempten statt. Dabei durften die Vertreter des Autohauses Allgäu, des Heiz- und Sanitärtechnik-Unternehmens Oliver Dalla Torre (Lauben), der Firma Elektro Klaus GmbH, der Autolackiererei Alois Guggenmos, sowie der GEA-CFS Bühl jeweils eine der Trophäen – goldfarben besprühte Hämmer auf einem Holzsockel, die von jugendlichen Kursteilnehmern des Berufsbildungszentrums selbst gestaltet worden waren – gemeinsam mit ihren vom BBZ vermittelten Auszubildenden entgegennehmen. Die geehrten Firmen hätten sich seit vielen Jahren um die Förderung von sogenannten benachteiligten Jugendlichen im Ausbildungsbereich besonders verdient gemacht, betonte Maria Klingelstein, die Leiterin des BBZ Augsburg. „Diese engagierten Ausbildungsbetriebe scheuen sich trotz aller damit verbundenen Risiken nicht, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die keinen geradlinigen Lebenslauf vorweisen können und die die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht auf Anhieb geschafft haben.“ Sie übernähmen gesellschaftliche Verantwortung und leisteten unauffällig und ganz selbstverständlich einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung, so Klingelstein weiter. „Ohne die Unterstützung und Weitsicht dieser Betriebe könnte das BBZ den Auftrag der Arbeitsagenturen und Jobcenter, jungen Menschen den Weg ins Arbeitsleben durch Ausbildung zu ebnen, nicht erfüllen.“ Das BBZ bereitet jedes Jahr schwer vermittelbare junge Leute auf den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben vor, hilft bei der Berufswahlentscheidung und der Vermittlung von Praktika, vermittelt berufsvorbereitende Grundkenntnisse und bietet Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. Über das ganze erste Lehrjahr hinweg bleibt das BBZ dabei Ansprechpartner für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe – und erzielt mit seiner Arbeit eine Erfolgsquote von bis zu 80 Prozent. Wie wichtig und richtig es ist, eine Chance zu bekommen, belegen die exemplarisch geschilderten Erfolgsgeschichten der fünf jungen Leute, die sich teilweise vom „faulen Strick, der den Quali mit Ach und Krach geschafft hat“ zum Gesellen mit beruflichen Ambitionen gemausert haben. Angesichts dessen sieht auch Peter Litzka, Geschäftsführer der Arbeitsagentur, die Gelder, die seine Behörde für Jugendintegrationsmaßnamen aufwendet, gut investiert. Der Goldene Hammer, der positive Beispiele hervorheben und weitere Firmen motivieren soll, auch schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben, soll künftig jährlich verliehen werden.

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