Jugendsozialarbeit wird ausgebaut

Was bisher eher im Schneckentempo voranging, kann nun einen deutlichen Schritt nach vorn machen: Durch eine neue Finanzierungsmöglichkeit soll die Jugendsozialarbeit an den Kemptener Schulen sichtbar ausgebaut werden. Wie der Leiter des Amts für Jugendarbeit, Thomas Baier-Regnery, am Dienstag im Jugendhilfeausschuss bekannt gab, können die Mittel, die über das Bildungs- und Teilhabepaket an die Kommune kommen, für den Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen verwendet werden.

Mit dem einstimmigen Beschluss des Gremiums vom Dienstagabend beantragt die Stadt nun, dass an folgenden Schulen künftig je eine halbe Vollzeitstelle zum Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) gefördert wird: Grundschule an der Sutt, Nordschule, Robert-Schuman-Mittelschule, Grundschule Kottern-Eich, Grundschule auf dem Lindenberg und Haubenschloßschule. Die Stellen werden bei der Regierung von Schwaben beantragt. „Wir hoffen, dass die Stellen zum Halbjahr eingerichtet sind“, zeigte sich Baier-Regnery optimistisch. "Deutlicher Schritt" Auf dem bisherigen Förderweg habe man fast keine Chance gehabt, dass Anträge auf den Ausbau der JaS bewilligt werden, betonte der Amtsleiter. „Die halbe Stelle an den Schulen ist daher ein deutlicher Schritt. Bisher ging der Ausbau eher im Schneckentempo voran.“ Die bereits bestehenden halben Vollzeitstellen an der Sutt- und Nordschule, die derzeit kommunal finanziert werden, werden in die JaS-Förderung übergeleitet. „Die Anforderungen an die Schulen werden immer komplexer. Es ist toll, dass die Jugendsozialarbeit ausgebaut wird. An Schulen, an denen sie bereits besteht, ist sie nicht mehr wegzudenken“, unterstrich Schulrat Johann Fasser. „Mit diesem Antrag machen wir einen großen Schritt“, meinte auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Baier-Regnery zufolge versucht die Stadt seit Jahren die JaS auszubauen. Diese Eigeninitiative lobte SPD-Stadträtin Regina Liebhaber. „Die lange Durststrecke beim Ausbau der JaS ist hier nur nicht so spürbar, weil die Stadt Kempten selbst was unternommen hat“, verdeutlichte sie. Durch die neue Finanzierungsmöglichkeit geht die Kommune beim Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen in die Vorfinanzierung, später sollen die neue geschaffenen Stellen schließlich in das JaS-Förderprogramm des Freistaats überführt werden.

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