Für die Jugend von der Jugend: "Kempten i(s)st bunt!"

Kochbuch mit Mehrwert

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Ließen sich vom Rezept der Naturfreundejugend überzeugen: (v.l.) SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler, die drei Partnervertreter von „Plan B“ Jürgen Herrmann (AÜW), Martin Langenmaier (die Sozialbau) und Christine Rumbucher (Klinikum Kempten-Oberallgäu), dahinter Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amtes für Jugendarbeit, neben seiner Kollegin Alina Alltag und Franziska Limmer, stellvertretende SJR-Vorsitzende.

„Kempten i(s)st bunt“ lautet der Titel des pfiffigen Kochbuchs, an dem die Jugendverbände im Stadtjugendring (SJR) Kempten, die Abteilungen des Amtes für Jugendarbeit und Projektgruppen des SJR, der auch als Herausgeber fungiert, mitgewirkt haben.

Pfiffig ist es in mehrfacher Hinsicht, denn erstens ist es – wie auch der Untertitel des Buches sagt – „Nicht nur ein Kochbuch!“, weil sich die Gruppen nicht nur Gedanken darüber gemacht haben, mit welchen Rezeptideen von lokal bodenständig bis international exotisch sie vertreten sein wollen, sondern sich als Verband dazu auch vorstellen. Pfiffig auch, weil die Rezepte sehr praxistauglich und leicht nach zu kochen sind und, besonders wichtig, jeder Käufer des Buches sozusagen zum „Bildungsspender“ wird. Der gesamte Erlös fliest nämlich zu 100 Prozent in den Kinder- und Jugendhilfefonds des SJR „Plan B“. 

Letzteres ist der Grund, warum das 129 Seiten starke, reich bebilderte, Kochbuch „mindestens 9,50 Euro“ kostet, wie SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler bei der Vorstellung der eben nicht nur Rezeptsammlung meinte. „Kempten i(s)st bunt“ verbinde „Sinnvolles mit Nützlichem, da es Jugendarbeit sichtbar mache, zusammen mit jugendtauglichen Rezepten. Dass diese auch Erwachsenen munden, konnte im Küchen-/Essraum des SJR gleich vor Ort verifiziert werden: Rolf Disselhoff vom SJR hatte den Kochlöffel geschwungen und ein vegetarisches „Chili sin Carne“ nach dem Rezept der Naturfreundejugend gezaubert. Für SJR-Geschäftsführer Alexander Haag macht das Thema Kochen unter anderem deshalb Sinn, weil es Alltagskompetenzen der Jugendlichen fördert, wie gesunde Ernährung oder auch Körperbewusstsein, was durchaus dem Bildungsauftrag in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entspreche. Und auch „Partizipation“ steckt in „Kempten i(s)st bunt“, da in den Gruppen nicht nur Rezeptvorschläge gesammelt wurden, sondern auch darüber abgestimmt wurde, wie Franziska Limmer, stellvertretende SJR-Vorsitzende, anmerkte. Sie sieht als potentielle Käufer auch Firmen, da sie dadurch ein Geschenk für Kunden erwerben und gleichzeitig spenden. Über Mengenrabatt könne man reden, signalisierte Keppeler schmunzelnd. Einen Gewinn sieht auch Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amtes für Jugendarbeit, in dem Kochbuch. Zum einen deshalb, weil die Jugendgruppen sich dadurch in der Öffentlichkeit präsentieren können, zum anderen wegen der Förderung von „Plan B“, der eine „gute Ergänzung“ zu öffentlichen Zuwendungen sei. Erhältlich ist „Kempten i(s)st bunt – Nicht nur ein Kochbuch!“ in der SJR-Geschäftsstelle in der Bäckerstraße 9, Kempten. Christine Tröger

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