Junges Wohnen kommt

Die Pläne für das neue Wohngebiet in Lenzfried-Südost im Bereich zwischen Öschstraße, Lenzfrieder Straße, Trilschweg und Golfplatz werden konkreter. Bauausschuss und Stadtrat haben vergangene Woche für den Bau von 49 Wohneinheiten grünes Licht gegeben.

Im nordwestlichen, südwestlichen und nördlichen Bereich sieht die Planung der BSG Allgäu als Bauträger 19 Reihenhaus-Elemente und 14 Doppelhaus-Hälften vor, erklärte Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt. Die auf den restlichen Grundstücken angedachten Doppel- oder Einzelhäuser sollen von den künftigen Bauherren selbst geplant werden können. Alle Gebäude sollen maximal zweigeschossig mit Satteldächern gebaut werden, wobei Dachaufbauten möglich seien, erläuterte er. Mehrere Grünflächen sind zur Auflockerung eingeplant, unter anderem im Süden als Spielplatz und eine im Anschluss an die denkmalgeschützte Klostermauer im westlichen Bereich. Zur Eindämmung des Geräuschpegels aus dem benachbarten Autohaus ist laut Weißfloch eine 55 Meter hohe und zwei bis drei Meter hohe Lärmschutzwand angedacht. Keine große Lärmbelästigung sei dagegen vom Glockenläuten der nahe gelegenen Kirche oder dem angrenzenden Golfplatz zu erwarten, fuhr er fort. Kein Blockheizkraftwerk Stadtrat Richard Hiepp (CSU) machte darauf aufmerksam zu prüfen, ob ein bloßer Hinweis auf Geruchsbelästigung durch die umliegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen ausreichend sei, was Weißfloch bereitwillig aufnahm. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sei die Idee zur zentralen Wärmeversorgung des Planungsgebietes durch ein Blockheizkraftwerk vom Tisch. Untersuchungen durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) hätten das Vorhaben als „unrentabel“ eingestuft. Erschlossen werden soll das Neubaugebiet über den Trilschweg, den die Stadträte Hans Mangold und Elisabeth Brock (beide die Grünen/FL) vor allem wegen des Spielplatzes als Spielstraße mit Schrittgeschwindigkeit sehen wollten. Dafür sei die Straße allerdings zu lang und gerade, meinte Weißfloch. Nach eingehender Diskussion sei man zu dem Schluss gekommen, dass eine verkehrsberuhigte Zone mit Gehsteig als eindeutig autofreier Bereich sicherer sei. In der Stadtratssitzung am Donnerstags waren einige Räte anderer Meinung. Über das Für und Wder von 30-Zone und verkehrsberuhigterm Bereich diskutierten die Stadträte lebhaft, obwohl, wie Baureferentin Monika Beltinger und OB Dr. Ulrich Netzer betonten, die Festsetzung auf eines von beiden noch nicht Teil des Beschlusses war. Wie schnell fahren? Stadträtin Ingrid Vornberger erntete Kopfnicken, als sie anmerkte, dass man in der Sackgasse die Kinder ja nur vor den eigenen Eltern und Nachbarn Schütze. Aus eigener Erfahrung, meinte sie, fahren aber auch die Anwohner in ähnlichen Straßen in der Stadt oft zu schnell. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Erwin Hagenmaier erinnerte daran, dass die Stadt die „Mission“ habe, die Straße bis zu Bischof-Haneberg-Straße zu erweitern. Dann wäre sie keine Sackgasse mehr, sondern ein Durchgangsstraße.

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