Jungrind irrt durch Kempten

Über zweieinhalb Stunden hat eine ausgebüchste Jungkuh am Donnerstagmorgen die Polizei auf Trab gehalten. Erst ein Tierarzt konnte dem Spuk mit zwei gezielten Schüssen ein Ende bereiten.

Eigentlich sollte das Rind den Weg vieler Artgenossen in den Schlachthof gehen. Um kurz nach 6 Uhr aber ging das Tier stiften, so die Polizei. Dass dabei ein Anhänger beschädigt wurde, nahm die Kuh in Kauf. In der Folge dauerte es über zweieinhalb Stunden, bis das Tier um kurz nach 8.30 Uhr im Bereich der Bischof-Haneberg-Straße eingefangen werden konnte. Ein aus dem Ostallgäu mit einem Betäubungsgewehr herbeigeeilter Tierarzt stoppte das Tier mit zwei Schüssen. Bis dahin wanderte die Kuh zunächst durch ein Wohngebiet und mehrere Vorgärten im Bühl, um danach auf der Stephanstraße stadteinwärts weiterzulaufen. Der Gedanke, den Parkplatz bzw. die Einfädelspur zum Außenschalter des McDonalds anzusteuern, verwarf das Jungtier und schloss sich lieber einer in der Nähe grasenden anderen Kuhherde an. Bei der Jungtierherde angekommen, beruhigte sich die Kuh. Derweil hatten die Beamten von insgesamt fünf Streifenbesatzungen alle Hände voll zu tun, um wegen des Berufsverkehrs eine Gefährdung für die anderen Autofahrer auszuschließen. Ein Gnadenhof, der das Tier aufnehmen möchte, hat sich bei der Polizei bereits gemeldet.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum

Kommentare