Ab Juni kann’s wohl losgehen

So soll der Eingangsbereich der „Küchenarena“ in der Wiesstraße aussehen. Die jetzige Giebelfront wird mit einer Wand überbaut und der Eingangsbereicht wird in die Mitte des Gebäudes verlegt. Grafiken: Bauverwaltung

Bauausschuss und Stadtrat haben den Weg für die „Küchenarena“ im Gebäude des ehemaligen Praktikers ein Stück weiter frei gemacht. Einstimmig billigten die beiden Gremien vergangene Woche den Entwurf der ersten Änderung zum Bebauungsplan in diesem Bereich. Kemptens Stadtplanungsamtsleiterin Antje Schlüter präsentierte die Planungen zur Umgestaltung des Eingangsbereichs.

Wie bereits mehrfach im KREISBOTEN berichtete, beabsichtigt das Göppinger Unternehmen KüchenArena GmbH & Co. KG das nach dem Wegzug des Praktiker-Markts momentan leerstehende Gebäude in der Wiesstraße 17 langfristig zu mieten. Dort wollen die Württemberger einen Möbelfachmarkt für Küchen- und Badmöbel einrichten. Das Grundstück wird nun als sonstiges Sondergebiet für Möbelfachmark, Fachmarkt für Küchen- und Badmöbel festgesetzt. Einzelhandel ist dort auf höchstens 3650 Quadratmetern zulässig. Zentrenrelevante Sortimente wie zum Beispiel Kleidung, Bücher oder kleine Haushaltsgeräte dürfen in der „Küchenarena“ dagegen nicht verkauft werden. Großzügige Werbung Das Unternehmen plane, so Schlüter, die Giebelfront im Eingangsbereich des Gebäudes mit einer Wand zu überbauen und den bisherigen Eingang in die Mitte zu verlegen. Dazu wird der Giebel ganz links an die anderen drei Giebel angepasst. Werben darf das Unternehmen nur am Gebäude selbst. Für die Westseite zur Bahnhofstraße wird eine maximal zulässige Größe für Werbeanlagen von insgesamt 15 Quadratmetern festgelegt, zur Ostseite in Richtung Wiesstraße 35 Quadratmeter. An der Südseite, zum Schumacherring hin, sind laut Schlüter im Bereich der ersten und dritten Giebelseite großflächige Werbegestaltungen möglich. Firmenlogos sind dort bis zu einer Größe von fünf Quadratmetern erlaubt. Damit die „Küchenarena“ gut wahrgenommen werden kann, wird die Böschung zum Schumacherring umgestaltet. Künftig soll es eine geordnete Baumstruktur geben. Bäume mit einem Stammdurchmesser von über 15 Zentimetern müssen allerdings erhalten werden. Die Büsche dürfen ausgeholzt werden, wenn als Ersatz Bodendecker angepflanzt werden. Die Regierung von Schwaben in Augsburg wird parallel zum Bebauungsplanverfahren eine landesplanerische Überprüfung machen, um die Auswirkungen der Planungen beurteilen zu können. „Momentan gibt es keine Probleme“, meinte Antje Schlüter. Nachdem Bauausschuss und Stadtrat die Änderung des Bebauungsplans vergangene Woche gebilligt haben, findet von Anfang Mai bis Anfang Juni die Behördenbeteiligung und öffentliche Auslegung statt. Der Satzungsbeschluss ist für Anfang Juli vorgesehen. „Wir gehen davon aus, dass wir Anfang Juni die Baugenehmigung erteilen können“, sagte Stadtplanerin Schlüter.

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