"Coffee-to-go"-Genuss ohne Reue

Kemptener Bäckereien und Cafés führen Mehrwegbecher ein

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Auch OB Thomas Kiechle war anwesend, als am Dienstag der RECUP-Mehrwegbecher Medienvertretern und Passanten in der Kemptener Innenstadt vorgestellt wurde.

Kempten – Nicht der berühmte Gerstensaft ist der Deutschen liebstes Getränk, sondern Kaffee, der heute millionenfach täglich als „Coffee-to-go“ in unseren Innenstädten genossen wird.

Dabei wird das beliebte Heißgetränk fast ausschließlich in Einwegbechern ausgeschenkt, die nach Gebrauch die öffentlichen Abfallbehälter nur allzu oft zum Überquellen bringen.  Nun wurde in Kempten ein neuer Mehrwegbecher mit dem Namen RECUP eingeführt, der zur Verringerung der nicht wiederverwertbaren Einwegbecher beitragen soll (der Kreisbote berichtete). Der RECUP-Mehrwegbecher besteht aus Polypropylen und kann bereits in elf „Coffee-to-go“-Bäckereien und Cafés für einen Euro Pfand in Kempten erworben werden.

Schon seit längerem waren den Verantwortlichen der Stadt Kempten die übervollen Abfallbehälter in der Innenstadt ein Dorn im Auge. Gerne hätte man die Flut an Einwegbechern, aus denen „Coffee-to-go“ genosssen wird, ein wenig eindämmt. Nun trat die Firma RECUP aus München auf den Plan, die ihr Pfandsystem bereits in großen Städten wie München, Berlin und Köln erfolgreich eingeführt hatte. „Die meisten „Coffee-to-go“-Genießer glauben, dass ihr Einwegbecher wiederverwertet werden kann. Das ist allerdings ein Irrtum, denn die Polyethylenschicht, die verhindert, dass die Wärme des Getränks verloren geht, kann nicht vom eingesetzten Werkstoff Pappe getrennt werden.

Müll vermeiden

Lediglich der Plastikdeckel kann recycelt werden“, erklärt Alexandra Gerstmeier von der Firma RECUP. Der neu eingeführte RECUP-Mehrwegbecher, den in einer extra aufgelegten Sonderedition Allgäuer Wahrzeichen zieren, besteht aus Polypropylen und dieser kann, nachdem er ausgewaschen wurde, problemlos wiederverwendet werden. So kann der Kaffeeliebhaber sich beispielhaft einen „Coffee-to-go“ bei einer bekannten Kemptener Konditorei & Bäckerei am Rathausplatz kaufen, das Heißgetränk auf einem Bummel über die Fischerstraße verzehren und den geleerten Mehrwegbecher im Naturkostladen in der Bahnhofstraße wieder abgeben, wo er den zuvor entrichteten Pfand von einem Euro wieder zurückerstattet bekommt.

Mehr Infos zum neuen „Coffee-to-go“ Pfandsystem gib es via App-Download unter www.recup.de. Maßgeblich beteiligt bei der Einführung des umweltfreundlicherem Pfandsystems waren die Stadt Kempten, die Allgäu GmbH, das City-Management Kempten und das StartUp-Unternehmen RECUP aus München.

Jörg Spielberg

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