Allgäuer Werkstätten modernisieren ihren Metallbereich

Fit für den Wettbewerb

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Vor der modernen Fünfachs-Fräsmaschine schauen hier Geschäftsführer Michael Hauke (links), Haldenwangs Bürgermeister-Kandidat Peter Mair, Landratskandidat Anton Klotz sowie Werkstattleiter Karl-Heinz Häfele Mitarbeiter Reinhard Scheidle über die Schulter.

Kempten/Sonthofen – „Mit der Modernisierung unseren Metallabteilungen der Allgäuer Werkstätten in Kempten und Sonthofen können wir nun unseren Beschäftigten mit Behinderung auch in diesem Bereich einen anspruchsvollen Arbeitsplatz bieten.“

Für Werkstattleiter und Prokurist Karl-Heinz Häfele ist dieser Anspruch bei der Ausweitung der Metallsparte ein ausschlaggebendes Argument. Ein weiterer großer Vorteil: „Wir können kleine Serienfertigungen ab 50 Stück übernehmen.“ Besser seien natürlich Aufträge bis zu einer Auflage von 1000 Stück und mehr, denn dann verinnerliche der Beschäftigte mit Behinderung den nötigen „workflow“ besser. 

„Der Metallbereich gehört seit über 20 Jahren zu unseren Tätigkeitsfeldern. In der jüngsten Zeit mussten wir diese Sparte den modernen Anforderungen anpassen. Jetzt können wir als Lohnfräserei oder Lohndreherei Präzisionsarbeiten für Unternehmen in der freien Wirtschaft fertigen“, sagte Werkstattleiter Häfele. Dazu stellten die Allgäuer Werkstätten in Kempten und Sonthofen speziell ausgebildete Gruppenleiter ein. Illic Speci leitet die Metallgruppe in Kempten, Kilian Frommel die in Sonthofen. 

Unter Speci arbeiten acht Menschen mit Handicap, die auch ganz eigenständig nach einer Einarbeitung Fräsarbeiten beaufsichtigen, in Sonthofen sind 12 Mitarbeiter mit Behinderung in der Metallgruppe. In beiden Gruppen arbeiten auch einige Frauen. „Ich finde die Arbeit interessant“, versichert beispielsweise Yvonne Klautsch während sie die computergesteuerte Fräsmaschine bedient und die fertig gefräste Nabe aus dem Gerät nimmt. Auch die Kontrolle des Bohrers obliegt ihr. Mit einer einfachen Strichliste weiß sie: nach 60 Bohrungen muss sie das Werkzeug überprüfen und es wieder fixieren. Unter anderem stehen eine Dreiachs-Maschine mit Werkzeugwechsler und eine Fünfachs-Fräsmaschine zur Verfügung. 

Die zu bewältigen Aufgaben werden teilweise über ein „cam-System“ digital eingespeist. Das Material wird zumeist von den Unternehmen selbst geliefert, sodass bei gleichem Material gleiche Qualität gewährleistet ist. Aufträge aus Augsburg Inzwischen hat die Allgäuer Werkstätten GmbH unter anderem Arbeitsaufträge aus Augsburg und Oberstaufen übernommen. „Wir haben noch verschiedentlich Kapazitäten frei. „Wir sind an einer konsequenten Auslastung interessiert“, signalisierte Häfele so auch Landratskandidat Anton Klotz (CSU) und Haldenwangs Bürgermeisterkandidat Peter Mair („Ortsverbunden unabhängig”) bei einem Besuch in der Metallabteilung in Kempten. Beide zeigten sich sehr angetan von dem High-tech-Maschinenpark und den hochqualitativen Möglichkeiten, die die Allgäuer Werkstätten haben. Klotz: „Das sollte sich im Allgäu herumsprechen.“

mori

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