"So kann man es nicht lassen"

Gefährlich: Weil Radler und Jogger wegen des Teichs immer wieder auf die Straße ausweichen müssen, kommt es zu brenzligen Situationen. Fotos: Matz

Als wenig wintertauglich hat sich beim jüngsten Tauwetter der neue Radweg zwischen Burg und der Abzweigung Rappenscheuchen erwiesen: Vor allem das Teilstück gegenüber der Abfahrt zur Kompostieranlage Schlatt stand Anfang vergangener Woche komplett unter Wasser und war damit für Radler und Jogger unpassierbar. „Das Problem ist uns bekannt“, erklärte Kemptens Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Bereits Ende der Woche besserte die Bauverwaltung nach und legte eine Sickergrube an.

„Wie kann man nur so einen Blödsinn machen“, schimpfte sich am Dienstagnachmittag ein Radler, der in der Senke gegenüber der Abzweigung nach Schlatt plötzlich vor einem richtigen Teich stoppen musste. In der Mulde vor ihm hatte sich das Schmelzwasser gesammelt und den Radweg etwa einen halben Meter unter Wasser gesetzt. Radfahrer und Jogger mussten deshalb vergangene Woche immer wieder für Teilstücke auf die Straße ausweichen, was vor allem bei Gegenverkehr nicht ungefährlich war. „So kann man es nicht lassen“, bestätigte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Donnerstag. Deshalb hob seine Mannschaft noch am gleichen Tag eine Sickergrube aus, über die das Wasser schließlich abfließen soll. „Wir leiten das Wasser ab“, betonte Wiedemann. Dass sich überhaupt ein Teich in der Mulde gebildet hatte, führt Wiedemann auf die dortigen Bodenbeschaffenheiten mit Tonschichten zurück. „Deshalb kann das Wasser nicht versickern“, erläuterte der Kemptener Tiefbauamtsleiter. Abhilfe soll nun eine Sickergrube in unmittelbarer Nähe schaffen. Dafür mussten die Arbeiter zunächst mittels Bohrungen eine geeignete Kiesschicht lokalisieren, durch die das Wasser in den Untergrund ablaufen kann. Anschließend schütteten sie die etwa 1,50 Meter tiefe Grube auf. Die Kosten für diese Maßnahme taxierte Wiedemann auf etwa 4000 bis 5000 Euro. Der Radweg zwischen Burg und Rappenscheuchen war erst im vergangenen Herbst nach jahrelangem Hin und Her zwischen Stadt Kempten, Gemeinde Altusried und Freistaat Bayern eröffnet worden. Schließlich hatten Stadt und Gemeinde die Sache selbst in die Hand genommen und die Radweglücke für etwa 400 000 Euro geschlossen. Zuschüsse gab es seinerzeit aus dem Konjunkturpaket. Auf der kurvigen Staatsstraße 2009, die die Radler bis dahin befahren mussten, sind täglich um die 6000 Autos unterwegs. Immer wieder war es zu Unfällen gekommen.

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