Man kann über alles reden

Gregor Maier und Franz Prinz sind durchaus gesprächsbereit, wenn es um die Aufstellung von Windkraftanlagen in Beuren geht. Foto: Schubert

Die Empfindlichkeiten bei dem Wort „Windkraft“ sind in Beuren deutlich zu spüren. Warum es zu der großen Spaltung beim Pro und Kontra Windkraft gekommen ist, ist allerdings nicht ohne weiteres zu verstehen. Gregor Maier und Franz Prinz, Gesellschafter der Beurener Berg GmbH und CO KG, waren zusammen mit Clemens Maier, Thomas Prinz und Rudolf Schmutz bereit, einige der Fakten näher zu erklären, die zu der Gründung der GmbH führten. Wichtig ist ihnen in diesem Zusammenhang vor allem, dass die Schritte zur Gründung der Beurener Berg GmbH und die Bevorzugung der Windkraft nichts mit der Atomkatastrophe in Japan zu tun hätten, sondern lange vorher als Idee entstanden sind.

Vorneweg eines: Es ist der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, der die weitere Entwicklung in der Hand hat und in Bürgergesprächen im Beurener Dorfgemeinschaftshaus waren die bisherigen Entwicklungen ausführlich dargelegt worden. Einige aufmerksame Bürger wollen den Ereignissen offenbar etwas vorgreifen und sich darum bemühen, dass bei einer möglichen Aufstellung von Windkraftanlagen die Dinge in regionaler Hand bleiben. So kann verhindert werden, dass unter Umständen fremde Investoren auf das infrage kommende Gebiet aufmerksam werden und dann die Anlagen nach ihrem eigenen Geschäftsmodell aufstellen und betreiben. Der Windatlas ist erstellt, die generellen Einschränkungen sind noch gar nicht spruchreif und trotzdem wäre es im Prinzip wünschenswert, dass die Windräder – wenn sie denn überhaupt gebaut werden – dem Ort Beuren, Unternehmern aus dem Ort und der Stadt Isny zugute kommen, so die Meinung der Befürworter. Erstes Gutachten Was ist also bisher von dieser Seite geschehen: Professor Dr. Gutenberger wurde von der GmbH mit einem ersten Standortgutachten beauftragt und hat neun Punkte lokalisiert, die am Beurener Berg über 800 Meter hinaus gehen. Das bedeutet aber nicht, dass an all diesen Punkten ein Windrad stehen könnte. Dazu sind noch weitere Vorschriften zu befolgen und ein detaillierter Bebauungsplan wäre zu erstellen. Es ist ein einfach pragmatisches Vorgehen, wenn die Möglichkeiten ausgelotet werden. Die Vorstellung im Beurener Ortschaftsrat und im Isnyer Gemeinderat hatte im ersten Ansatz auch durchaus ein positives Echo. Nachdem dann aber die ersten Informationen bekannt wurden, formierten sich bereits die ersten Windkraftgegner und jetzt ist das Dilemma da. Wenn es aber erst soweit ist, dass das Gebiet endgültig ausgewiesen wird, dann dürfte es zu einer Einigung zu spät sein. Gespräche laufen Nach Auskunft von Gregor Maier und Franz Prinz hatte durchaus eine Besprechung mit den Grundstückseigentümern stattgefunden, in der der erste Rohentwurf eines Pachtvertrages mit der GmbH vorgelegt und diskutiert wurde. „Wir brauchen den Strom in der Region und so müssen wir ihn auch irgendwann produzieren“, war der logische Kommentar dazu. Was die Gegner bei aller Aufgeregtheit offenbar nicht bedenken – noch sind eine ganze Reihe Gutachten notwendig bis es hier zu einer Entscheidung kommen kann. Ein Argument wurde auf alle Fälle noch entkräftet: „Sollte es zu Bauanträgen kommen, dann ist es die Baurechtsbehörde, die mit einer entsprechenden Summe die Bürgschaft für die Errichtung der Anlagen so festlegt, das alle Eventualitäten abgedeckt sind.“ Die eingeschriebenen Teilhaber der Beurener Berg GmbH sind jedenfalls zu Gesprächen bereit, die dazu führen können den Zwist der beiden Gruppierungen zu beenden. Mitglied der GmbH kann man natürlich auch werden. Vielleicht ist das eine Basis für die Eigentümer der in Frage kommenden Grundstücke.

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