"Kann ich mir gut vorstellen"

Gehört das Künstlerhaus bald der Sozialbau? Derzeit deutet einiges darauf hin. Foto: Archiv

Eine Übernahme des Künstlerhauses in der Beethovenstraße durch die Sozialbau wird immer wahrscheinlicher. „Wir befassen uns konkret mit dem Thema”, bestätigte Sozialbau-Chef Herbert Singer am Mittwoch. Derzeit versuche man gemeinsam mit dem Vorstand des Künstlerhaus-Vereins auszuloten, was in dem sanierungsbedürftigen Gebäude machbar ist und was nicht. Ziel des Vereins ist es, den Szene-Treff vor historischer Kulisse zu erhalten. Nach Auskunft von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) soll bereits am 23. April der Haupt- und Finanzausschuss einen Grundsatzbeschluss fassen.

Seit einem guten halben Jahr beschäftigt vor allem die Zukunft des Künstlerhauses bzw. Künstlercafés den öffentlichen Diskurs. Dabei geht es insbesondere um die Frage: Soll die Stadt das marode Gebäude an einen (externen) Investor verkaufen, auf dessen Entscheidungen man dann keinen Einfluss mehr hat? Oder soll die Stadt – bzw. eine der Tochtergesellschaften – das Gebäude behalten, sanieren und weiterhin als Szenetreff pflegen. Nachdem sich Öffentlichkeit, OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und die Mehrheit der Stadträte bereits gegen einen Abriss ausgesprochen haben, wird die zweite Variante immer wahrscheinlicher. Eine endgültige Entscheidung soll der Haupt- und Finanzausschuss aber erst am 23. April fällen. Untersuchungen laufen „Wir befassen uns mit einer sinnvollen Sanierung”, erläuterte Herbert Singer, Geschäftsführer der Sozialbau, am Mittwoch. „Wir untersuchen, wie das machbar sein könnte.” Dabei stehe man in Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Künstlerhaus-Verein. „Es geht um Partnerschaft”, so Singer. Dass Gespräche stattfinden, bestätigte auch Sebastian Kern. „Es geht darum zu wissen, was in dem Haus gemacht werden muss”, sagte er am Mittwoch. Zwar habe der Verein bereits eine eigene Liste der Reparaturarbeiten aufgestellt. Diese werde jetzt aber zusammen mit Fachleuten von der Sozialbau mit deren Erkenntnissen abgeglichen. In etwa zwei bis drei Wochen, so schätzt Kern, liege das Sanierungskonzept vor. Grundsätzlich steht er einer Zusammenarbeit mit der Sozialbau aufgeschlossen gegenüber. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen”, betonte er. Daher sei er zuversichtlich, dass es im „Künstler” weiter gehe. „Ich bin guter Dinge, dass wir zu einer guten Lösung kommen”, so Kern. „Eine gute Lösung” sieht auch OB Netzer in einer solchen Kooperation. Allerdings: „Ein Betrieb muss für die Sozialbau wirtschaftlich sein, sonst kommen wir in eine indirekte Subvention.”

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