Kantersieg nach erstem Rückschlag

Immer einen Schritt schneller als die Gegner waren die „Sharks“ (Spieler rechts) am Sonntagabend in der Partie gegen Bad Wörishofen. Foto: Archiv

Seine erste Saisonniederlage musste der ESC Kempten am vergangenen Freitagabend im Eishockey-Landesligaspiel beim SC Forst hinnehmen. Die „Haie“ verloren mit 6:8 und brachten ihre erste Saisonniederlage mit nach Hause. Am Sonntag fanden sie aber zurück in die Erfolgsspur und feierten im Heimspiel gegen Bad Wörishofen einen klaren 7:1-Sieg.

Scheinbar hat es die Niederlage vom Freitag gebraucht, um die „Sharks“ in der Landesliga wieder auf Kurs zu bringen, denn 48 Stunden später zeigten sie sich beim 7:1 Heimsieg gegen Bad Wörishofen hellwach. Schon ab dem ersten Bully legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Innerhalb von drei Minuten stellten die Gastgeber die Zeichen auf Sieg, als im Minuten-Rhythmus jede Spielreihe einmal zum Torerfolg kam. Den Anfang machte in der 14. Spielminute Manuel Endras, der von Jory Green bedient wurde. Eine Minute später war Tobias Jörg erfolgreich und wiederum nur 90 Sekunden nach diesem Treffer konnte sich die Reihe um Alexander von Sigriz, Johannes Albl und Markus Schneider für das Tor zum 3:0 feiern lassen. Hinten ließen die Spieler von Trainer Helmut Wahl nichts anbrennen und standen sehr souverän. Im zweiten Abschnitt legten die „Haie“ noch einmal eine Schaufel nach. Bereits nach eineinhalb Spielminuten klingelte es erneut. Markus Schneider hieß der Torschütze und es kam sogar noch besser für den ESC: Eine Minute später erhöhte Kevin Grehl auf Zuspiel von Jory Green auf 5:0, und dieser Treffer war dann auch der Schlusspunkt für Gästekeeper Rippl, der den Kasten entnervt verließ und für seinen Kollegen Tobias Ille Platz machte. Der schaffte es in diesem Mitteldrittel wenigstens den Rückstand nicht größer werden zu lassen, allerdings verschob sich der Hauptschauplatz vom Eis etwas in Richtung der Zweikämpfe. Innerhalb einer Spielminute mussten gleich drei Kemptener Feldspieler verletzt behandelt werden, ohne dass eine Situation mit Strafzeiten belegt werden sollte. Markus Schneider und Armin Nussbaumer konnten vorerst weiterspielen, für Jan-Henrik Beständig war die Partie an dieser Stelle mit Schulterverletzung beendet. Kurz vor der Pausensirene kamen die Gäste noch zum schmeichelhaften Anschlusstreffer, denn sie hatten nicht den Hauch einer Chance gegen die sehr offensiven „Sharks“. Das Schlussdrittel hatte einen unrühmlichen Höhepunkt zu bieten. Markus Schneider griff trotz Nasenbeinbruch wieder in die Partie ein, wurde dann aber vom Knie eines Gegners so übel zu Boden gestreckt, dass er sich postwendend an der Schulter verletzte. Tore gab es auch in diesem Drittel, gleich nach Wiederanpfiff war Tobias Pichler erfolgreich und den Schlusspunkt setzte Alexander von Sigriz mit dem Treffer zum 7:1. Dass diese Partie zwei Punkte für die „Haie“ bedeuten würde war relativ schnell klar, aber dass sie diesen Sieg so teuer würden bezahlen müssen war nicht abzusehen. Trotzdem war der Sieg eine Wiedergutmachung für die erste Saisonniederlage beim SC Forst. Munterer Schlagabtausch Dort musste Schlussmann Danny Schubert gleich in der ersten Spielminute zum ersten Mal hinter sich greifen, aber im Stil einer Spitzenmannschaft schlugen die „Sharks“ postwendend durch Markus Schneider zurück. Der muntere Schlagabtausch sollte sich durch das gesamte Anfangsdrittel ziehen und die beiden Teams konzentrierten sich beiderseits mehr auf die Offensive und ließen ihrer Goalies ein ums andere Mal im Stich. So trafen für Kempten im weiteren Verlauf noch Ziegler, Jörg und von Sigriz – allerdings blieben die Treffer der „Haie“ nie unbeantwortet, denn der Pausenstand lautete 4:4. Das Mitteldrittel stand ganz im Zeichen der Gastgeber, die zwar kurz nach Wiederanpfiff den abermaligen Kemptener Führungstreffer durch Tobias Jörg hinnehmen mussten, was sie aber nicht veranlasste aufzustecken. Hinzu kam, dass die Abwehr der „Sharks“ sich nicht so sattelfest zeigte wie zuletzt und sich der ein oder andere Fehlpass einschlich. Eine dieser Unachtsamkeiten konnten die „Nature Boyz“ zum Ausgleich nutzen. In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels leisteten sich die Gäste dann eine Reihe von Strafzeiten und ermöglichten den Forstern so mehr Druck auf den Kasten von Danny Schubert auszuüben, diese ließen sich auch nicht lange bitten und zogen noch vor dem Pausentee auf 7:5 davon. Die Entschlossenheit des letzten Drittels zeigte sich dann in kollektiver Verunsicherung in den Kemptener Reihen. Der Wurm in der Partie mochte nicht so recht verschwinden und so brauchten sie schon die Brechstange um das Anschlusstor zum 6:7 zu erzielen. Kurz vor Spielende konnten die an diesem Abend abgebrühteren Forster jedoch den 8:6-Endstand in einer munteren Partie erzielen.

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