Karate-Nachwuchs beweist internationale Klasse

Alicia Kettner überzeugte in Lustenau die Kampfrichter und holte sowohl im Kata-Einzel als auch im Team den Titel.

Dass sie auch auf internationaler Ebene mithalten können, bewiesen am Wochenende neun Nachwuchskämpfer des 1. Kemptener Karate Dojos im TVK 1856. Beim Internationalen Lions Cup im österreichischen Lustenau holten sie insgesamt zwei Titel, zwei zweite, drei dritte und drei fünfte Plätze.

420 Athleten aus 23 verschiedenen Vereinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren in Lustenau am Start. Gleich zu Beginn bei den Kata (Scheinkampf)-Team Wettbewerben zeigten die Kemptener ihre Klasse. Alicia und Selina Kettner setzten sich zusammen mit Alina Zahn gegen die Teams aus Österreich durch und schlugen im Finale die Mannschaft aus Lustenau klar mit 3:0-Kampfrichterstimmen. Damit sicherten sich die Kemptener gleich in der ersten Disziplin des Tages den ersten Titel. Den zweiten Titel holte sich Alicia Kettner im Kata-Einzel. Die 12-Jährige startete ebenso wie ihre Freundin und Vereinskameradin Alina Zahn bei den unter 14-Jährigen. Sowohl Kettner als auch Zahn kämpften sich in den zwei verschiedenen Pools mit starken, dynamischen Katas souverän bis ganz nach vorne durch und standen sich schließlich im Finale gegenüber. Kettner zeigte die Kata Empi, Zahn die Kata Jion. Am Ende hatte Kettner das bessere Ende für sich und setzte sich knapp mit 2:1 durch. Über ihren Doppelsieg und den zweiten Podestplatz freuten sich beide sehr. Selina Kettner kämpfte sich bei den unter 16-Jährigen im Kata-Einzel bis ins Halbfinale vor und unterlag dort gegen die spätere Siegerin. In der Trostrunde sicherte sie sich noch den guten fünften Platz. Knapp unterlegen Julian Sichler, Christian Hepting und Kevin Schinköthe bildeten das Kata-Team der Jungen. Sie gewannen in der Vorrunde alle ihre Duelle und standen im Finale einem österreichischen Team gegenüber. Obwohl die Kemptener eine starke Kanku Sho mit anschließendem Bunkai (Kata in der Anwendung) zeigten, mussten sie sich mit 1:2 geschlagen geben. Über die Silbermedaille freuten sie sich aber trotzdem. Im Kata-Einzel starteten die Drei bei den unter 14-Jährigen. Als Jüngster im Feld bewies der elfjährige Schinköthe seine Klasse und zog erst im Halbfinale knapp den Kürzeren gegen Lukas Seferagic aus Österreich. In der Trostrunde holte sich Schinköthe dann aber noch einen Platz auf dem Podium und wurde Dritter. Ebenfalls bis ins Halbfinale kam Julian Sichler. Der 13-Jährige unterlag dort dem späteren Sieger mit 1:2 und erkämpfte sich über die Trostrunde noch Rang fünf. Christian Hepting verlor gleich im zweiten Duell, wie Sichler später, dem späteren Sieger und wurde am Ende Siebter. Zwei Mal Rang drei Zwei dritte und einen fünften Platz gab es für die Kämpfer vom Kemptener Dojo beim Kumite (Freikampf) der unter 14-Jährigen bis 1,55 Meter. Kevin Schinköthe gewann seine ersten drei Duelle mit 3:1, 8:0 und 4:2 und unterlag erst im Halbfinale dem Österreicher Steve Heinzle. Gegen den Österreicher hatte zuvor auch schon Fahri Korkmaz den Kürzeren gezogen. In der Trostrunde trafen Schinköthe und Korkmaz dann aufeinander und hatten die Chance auf den dritten Rang. Schinköthe dominierte den Kampf, gewann klar und freute sich über seine dritte Medaille an diesem Tag. Für Korkmaz war der fünfte Platz auch ein toller Erfolg. Den zweiten dritten Rang in dieser Kategorie holte sich Niklas Hartmann. Er unterlag nach einem 3:1-Sieg im ersten Kampf dem späteren Sieger, erkämpfte sich dann aber noch den Platz auf dem Podest. Bünyamin Yasar und Selina Kettner schlugen sich im Kumite zwar gut, mussten sich aber beide den späteren Siegern geschlagen geben. Somit blieb ihnen ein vorderer Rang verwehrt.

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