Karussell-Effekt bleibt aus

Am gewohnten Bild der Stadtbücherei im Hallgebäude wird sich also vorläufig nichts ändern. Pläne für einen Neubau liegen aber bereits in den Schubladen. Foto: Schubert

Das war Klartext und die Stadtverwaltung war sich nicht sicher, ob sie über den Stand der Dinge nun froh oder unzufrieden sein soll. Eines ist jetzt jedenfalls sicher: Die Kreissparkasse wird in den Räumen im Paul Fagius-Haus bleiben und nicht in die Wassertorstraße umziehen. Eigentlich logisch, denn der Teil des Gebäudes gehört der Bank, auch wenn er etwas zu groß geraten ist. Es waren zwar lange Verhandlungen, aber nun kommt es nicht zu dem befürchteten Karussell-Effekt. Die Stadtbücherei bleibt deshalb trotz der räumlichen Enge vorläufig noch im Hallgebäude direkt am Marktplatz und über das Hallgebäude kann man ebenfalls noch nicht verfügen.

Seit 2007 ist die Stadtverwaltung mit der Kreissparkasse im Gespräch. Mitte Mai waren die Verhandlungen dann endgültig gescheitert. Erste Standortuntersuchungen auf der Grundlage der alten Pläne, die schon in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt wurden, laufen derzeit. Als Architekt ist der Ravensburger Thomas Stumper mit der Planung eines Gebäudes für die Stadtbücherei beauftragt worden. Erste Entwürfe sollen noch vor der diesjährigen Sommerpause vorgelegt werden. Klare Ansagen Eindeutig waren die Aussagen von Bürgermeister Rainer Magenreuter und Claus Fehr, dem für die Stadtentwicklung zuständigen Leiter des Bauamtes, in Sachen „Stadtbücherei“ auf alle Fälle: Das Gebäude soll hinter dem Hallgebäude in Richtung Diebsturm gebaut werden und dann den neuesten Anforderungen für das Büchereiwesen entsprechen. Rund 500 Quadratmeter sind angedacht und das Gebäude soll im städtischen Besitz sein, damit Irritationen vermieden werden. „Das“, so Magenreuter, „führt zu einer gefühlten Erweiterung des Marktplatzbereiches.“ Die Entscheidungen im Gemeinderat bleiben aber zunächst abzuwarten. Frühester Baubeginn wäre im Jahre 2013, damit es zu einer allgemein zu akzeptablen Lösung kommen kann. Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass die Stadtbücherei mit ihrem regen Betrieb im Zentrum der Stadt bleiben soll. Auch andere Bereiche im Gebiet Altstadt-Süd warten auf eine Entscheidung. Nachdem nun der eine Bremsklotz beseitigt ist, werden auch die Gespräche mit den bisher drei potentiellen Investoren und einem vierten, der Interesse angemeldet hat, mit verlässlichen Eckpunkten weiter geführt werden können. Für September ist die Vorstellung im Gemeinderat geplant. Der erste Termin im März war allerdings aufgeschoben worden. Ab September wird es also wieder spannend. Platz für 150 Autos Das Thema automatisiertes Parkhaus in der Höhe vom ehemaligen „Kaffee Martin“ bleibt ebenfalls aktuell, da die eventuellen Investoren auch daran Interesse zeigen. Seit der Vorstellung des Projektes im Gemeinderat ist das Parksystem weiter entwickelt worden. Das vorgestellte Gebäude würde rund 150 Autos Platz bieten. Allerdings muss auch darüber noch einmal ausführlich gesprochen werden. Insgesamt kristallisiert sich aber heraus, dass das sogenannte CIBA-Einzelhandelskonzept mitten in der Aktualisierung ist und dann in alle Entscheidungen mit eingebunden werden soll. Claus Fehr hat mit der Denkmalspflege bereits Gespräche geführt, denn Probebohrungen und Grabungen dürften im Bereich der Hofstatt auf alle Fälle zu erwarten sein. „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden“ scheint das Leitmotiv dabei zu sein.

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