Guter Dinge in die Wahl

SPD-Direktkandidatin Katharina Schrader ist zuversichtlich

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Katharina Schrader, die regionale Direktkandidatin der SPD für den Deutschen Bundestag stellt sich vor Martin Schulz.

Katharina Schrader am Info-Stand der SPD blickt optimistisch auf den kommenden Sonntag. Sie bekommt, wenn sie von Tür zu Tür geht, um für ihre Partei zu werben, viel positive Rückmeldung und ist sich ziemlich sicher, dass die SPD letztlich besser abschneidet als den aktuellen Umfragen zufolge.

Ihr persönlicher Schwerpunkt ist die Familienförderung, weiß sie doch als berufstätige Mutter von zwei schulpflichtigen Buben aus eigener Erfahrung, wo es noch hakt, denn: „Familie ist, wo Kinder sind.“ Sie bedauert, dass das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit bislang nicht durchgesetzt werden konnte und „equal pay“ für Männer und Frauen noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Die Anerkennung der sozialen Berufe, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, drücke sich auch in der Bezahlung aus.

Die SPD habe weitgehend ihren Frieden mit den Gewerkschaften gemacht. Beide kämpfen gegen die ungleiche Bezahlung von Leiharbeit und Stammbelegschaft, gegen die willkürliche Befristung von Arbeitsverträgen und wollen, dass die Sozialversicherungsbeiträge wieder gerecht auf mehr Schultern verteilt werden.

Martin Schulz, so Schrader, habe den Kontakt zur Basis nicht verloren und könne seine große europapolitische Erfahrung einbringen. Sie stimmt Schulz zu, wenn er fordert, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu stoppen, ohne den Dialog völlig abzubrechen.

Für Ur-Themen einsetzen

Als ehemalige Mitarbeiterin von SPD-Bundestagsabgeordneten weiß sie, was sie in Berlin erwartet, sollte ihr das Wahlergebnis in Bayern einen Sitz im Bundestag verschaffen. Sie will sich für die Ur-SPD-Themen engagieren: soziale Gerechtigkeit, Respekt vor der Lebensleistung aller Menschen, bezahlbares Wohnen, gute Arbeit und kostenlose schulische und berufliche Ausbildung. Und der Naturschutz? „Das Riedberger Horn zeigt, dass wir für den Erhalt unserer Natur kämpfen müssen.“

Die Direktkandidatin für den Deutschen Bundestag für Kempten, Lindau und das Oberallgäu ist stark motiviert und entschlossen, die Stimmen der noch Unentschlossenen für die SPD und den Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu gewinnen. Die knallroten Äpfel, die sie verteilt, helfen dabei.

Elisabeth Brock

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