Drei statt vier

Sofortlösung soll helfen

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Durch den geplanten dreistreifigen Ausbau der Kaufbeurer Straße soll auch die Situation am Knotenpunkt Daimlerstraße verbessert werden.

Kempten – Autofahrer können sich freuen. Den Verkehrsproblemen auf der Kaufbeurer Straße soll mit einer Sofortlösung schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden. Geplant ist ein dreistreifiger Ausbau im Bereich zwischen dem Knotenpunkt Daimlerstraße und der Autobahnauffahrt in Richtung Ulm.

Geht es nach der Stadt, könnte der Ausbau bereits im kommenden Jahr beginnen. Der Verkehrsausschuss befürwortete die Planung einstimmig.

Gerade zu den Stoßzeiten kommt es auf der Kaufbeurer Straße immer wieder zu Rückstaus (der Kreisbote berichtete mehrfach). Aufgrund der vorhandenen Kapazitätsprobleme sowie in Erwartung einer weiteren Zunahme des Verkehrsaufkommens, soll die Kaufbeurer Straße zwischen dem Knotenpunkt Heisinger Straße und der Bahnlinie Kempten-Ulm vierstreifig ausgebaut werden. Da der Bund die dafür notwendigen Mittel erst langfristig bereitstellen kann, ist nun als Sofortlösung vorerst ein dreistreifiger Ausbau geplant.

Wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Donnerstag erläuterte, betrifft der Ausbau den Bereich zwischen etwa 200 Meter südlich der Daimlerstraße und rund 50 Meter nördlich der Autobahnauffahrt. Geplant sind zwei Fahrstreifen stadteinwärts und ein Fahrstreifen stadtauswärts. Zudem sind großzügige Abbiegespuren im Bereich des Knotenpunktes Daimlerstraße vorgesehen. Diese Sofortlösung wird laut Wiedemann nach Aussage eines Gutachters eine „wesentliche Verbesserung“ bringen und ist so auf den vierstreifigen Endausbau sowie die Planung des Turbokreisverkehrs am Knotenpunkt Heisinger Straße (wir berichteten) abgestimmt, dass ein Ausbau zum späteren Zeitpunkt ohne Weiteres möglich ist.

Um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, ist im Bereich der Daimlerstraße eine Unterführung parallel zu der vorhandenen Unterführung für den Viehbetrieb angedacht.

Für die Umsetzung der Maßnahme müssen rund 940 Quadratmeter Grund von drei Grundstückseigentümern erworben werden. Erst Gespräche haben laut Wiedemann bereits stattgefunden. Die Kosten für die Sofortlösung, die einer Schätzung zufolge bei circa 1,85 Millionen Euro liegen, werden zu zwei Dritteln vom Staatlichen Bauamt und zu einem Drittel von der Stadt Kempten getragen. Die Bereitstellung der notwendigen Mittel wird nun beim Bund bean- tragt. Der städtische Anteil wird für die Haushaltsberatungen im Herbst angemeldet. Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz werden ebenfalls beantragt.

„Ist geprüft worden, ob man unter der Bahnbrücke dreispurig durchkommt“, fragte Erwin Hagenmaier. Er plädierte dafür den dreistreifigen Ausbau bis dahin zu verlängern, ansonsten befürchtet er in diesem Bereich eine Staustelle. „Die Verwaltung wird das anschauen, aber wir müssen die Finanzierung im Auge behalten“, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Glücklich über die Sofortlösung zeigten sich Bürgermeister Josef Mayr („Das wird uns weiterbringen.“) und Michael Hofer (UB/ödp), der sich auch über die geplante Unterführung für Radfahrer freute.

Melanie Läufle

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