Feuerwehr lädt zum Neujahrsempfang

Ruhig, aber nicht beschaulich

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Stadtbrandinspektor Dieter Scheuthle (Mitte) und Josef Schweinberger (rechts) von der Feuerwehr Leubas freuen sich mit Martin Mayer, der nun Löschmeister ist.

Kempten – In 2012 hat sich bei der Feuerwache in der Rottachstraße einiges getan. Die Umbauarbeiten an dem Haus waren in vollem Gange, die neue Homepage ging in Betrieb und es gab 2012 ein absolutes Neuereignis für die Kemptener Feuerwehrleute: Die Stadt übergab ihnen am 24. März sieben neue Einsatzfahrzeuge.

Das berichtete Stadtbrandinspektor Dieter Scheuthle am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Kemptener Wehr. „Kempten blieb 2012 von größeren Einsätzen weitestgehend verschont“, sagte Scheuthle bei seiner Ansprache in der Feuerwache. Es seien jedoch die kleinen Dinge, wie etwa die Entschärfung von Ölflecken auf der Fahrbahn, die die ehrenamtlichen Helfer jeden Tag fordern. Deshalb sei die Aus- und Fortbildung der aktiven Mitglieder der Feuerwehren so wichtig. „Traditionell ist der Winter die Zeit für Schulungen“, so Scheuthle. Aus diesem Grund fehlte auch Stadtbrandrat Andreas Hofer bei der Veranstaltung. Er weilte zu dem Zeitpunkt bei einer Schulung in Dillingen. Sein Stellvertreter Scheuthle richtete einen besonderen Willkommensgruß an die Ehefrauen der Feuerwehrleute, die ihren Männern den Rücken frei hielten. Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) stelle samstags, sonntags sowie an den Feiertagen Wachmannschaften zur Verfügung. Scheuthle betonte die hohe Verantwortung, die die Frauen und Männer der FFW bei ihren Einsätzen tragen. „Leider hat sich 2012 beim Thema ‚Sozialversicherungspflicht für Ehrenamtliche‘ nichts getan“, bedauerte Dieter Scheuthle. Deshalb sei er froh, dass diesen Herbst Landtags- und Bundestagswahlen stattfinden. 

Sieben auf einen Streich 

 Ansonsten blickte Scheuthle freudig auf das vergangene Jahr zurück. Besonders an das Ereignis am 24. März erinnerte er sich gern: „Die Übergabe von sieben neuen Einsatzfahrzeugen an einem Tag war ein Novum“, so Scheuthle. Bei seinem Ausblick auf das Jahr 2013 kündigte er weitere Sanierungs- und Baumaßnahmen am Gebäude der Feuerwache an. Zum Beispiel müssten noch die Fenster ausgetauscht werden. „Karl Sommer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Lorenz, wird bei den kommenden Vorstandswahlen sein Amt zur Verfügung stellen“, erklärte Scheuthle. Der scheidende Kommandant erhielt für sein ehrenamtliches Engagement viel Applaus. „Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass die Bürger sich sicher fühlen können“, betonte der Stadtbrandinspektor, der sich bei der Polizei, dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Bayerischen Roten Kreuz für die gute Zusammenarbeit bedankte. „Sie sehen an den zahlreichen Vertretern, wie wichtig Sie als Feuerwehr sind, Ihre kommunale Stadtaufgabe zu erfüllen“, verdeutlichte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) in seiner Ansprache. Denn selbst der Bayerische Staatsminister Thomas Kreuzer (CSU) sei aus München gekommen, obwohl er dort derzeit viel Stress habe. „Mir kam etwas in die Finger, das ich Ihnen vorlesen muss“, sagte Netzer und zog dabei eine Liste aus dem Jackett. Sie enthielt die Themen, die die Deutschen 2012 am häufigsten gegoogelt haben. Dabei belegte die Fußball-EM Platz eins, der verstorbene TV-Moderator Dirk Bach Platz zwei, die olympischen Sommerspiele in London landeten auf dem dritten Platz. Bettina Wulff, Noch-Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, kam auf den sechsten Platz. „Ich frage mich, war das 2012? Man könnte meinen, es gab keine Finanzkrise, kein Griechenland und keinen Bundespräsidentenwechsel“, so Netzer. „Da Sie Verantwortung übernehmen, gehören Sie zu denen, die dafür sorgen, dass die Gesellschaft funktioniert – aber wir als Stadt können es nicht jedes Jahr wiederholen, Ihnen sieben Feuerwehrfahrzeuge übergeben zu können“, erklärte der Rathauschef. Josef Schweinberger von der FFW Kempten-Leubas trug seinen selbstverfassten Jahresrückblick im Allgäuer Dialekt vor. Auch er sprach dabei den Umbau der Feuerwache an, denn an solch einem großen Haus gebe es immer etwas zu richten: „Hast Du ein altes Weib und ein neues Haus, kommst Du aus dem Flicken nicht mehr raus“, trug der verschmitzte Schweinberger vor. Franziska Kampfrath

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