Kein Durst, kein Umsatz

Mit einer Reihe von Maßnahmen will Heinz Christ, Vorstand der Allgäuer Brauhaus AG, dem nicht zufriedenstellenden Geschäftsergebnis des Jahres 2010 zu Leibe rücken. Foto: Tröger

Zahlreich waren die Aktionäre zur Hauptversammlung im 100. Jubiläumsjahr der Allgäuer Brauhaus AG ins Kornhaus gekommen. Mit einem erfreulichen Geschäftsbericht 2010 konnte Brauhaus-Vorstand Heinz Christ allerdings nicht aufwarten. Bei einem Minus in Höhe von 1,1 Millionen Euro gab es keine Dividende für die Aktionäre. Zum Ausgleich des Defizits schmolzen die Kapitalrücklage um 967 000 Euro und die Gewinnrücklage um 140 000 Euro.

„2010 war ernüchternd“, stellte Christ mit Blick auf den Biermarkt fest. Die Allgäuer Brauer hätten bei einem Rückgang von 4,5 Prozent dabei erneut schlechter abgeschnitten als ihre gesamtbayerischen Kollegen. Angesichts der vorliegenden Zahlen räumte auch Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Albert Christmann „einige Sorgenfalten mehr als sonst“ ein. Dennoch richtete er seine Hoffnung an die Aktionäre, dass sie „trotz nicht zufriedenstellendem Ergebnis an die Zukunftsfähigkeit des Allgäuer Brauhauses glauben“. Mit einem Paket an Maßnahmen, vom Werbefilm bis hin zu stattlichen Investitionen zur Kostenreduzierung in den Bereichen Technik und Logistik, will Christ dem wachsenden Druck durch Preisverfall, teilweise explodierende Rohstoffpreise, steigende Energiekosten sowie „der neuen Dimension des Marktwettbewerbs“ die Stirn bieten. Aktuell positive Entwicklungen konnte er für Fassbiere, mit fünf Prozent Zuwachs, und für „Allgäuer Büble“ mit einem Plus von 30 Prozent vermelden. Die Marke soll laut Christ künftig verstärkt ausgebaut werden und neben dem „zuckerfreien“ Radler noch um ein helles und ein dunkles „Büble“ ergänzt werden. Durch eine Marktoffensive sollen die Produkte der Marke dann den Allgäu-Urlaubern auch in deren Heimat schmecken können. "Katastrophales Ergebnis" Gute Resonanz konnte der Brauhaus-Chef nach dem ersten Halbjahr 2011 für das Jubiläumsbier „Allgäuer Brauhaus Original“ verzeichnen. Hoffnungen ruhen zudem auf dem Verkauf des ehemaligen Brauhausgeländes in Kempten, das die klamme Kasse um 1,4 Millionen Euro aufstocken soll. Als „katastrophales Ergebnis“ bezeichnete Karl-Walter Freitag aus Köln, der auch als Stellvertreter anderer Aktionäre das Wort ergriff, die Jahresbilanz. Seine Fragen wurden von Christ letztendlich ohne weitere Beanstandungen beantwortet. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat wurden von den 240 stimmberechtigten Anwesenden bei einer Gegenstimme entlastet.

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