Kein Grund für Diskussionen

Die energetische Sanierung ist beendet, jetzt soll die Grund- und Mittelschule Dietmannsried aufgrund akuter Raumnot aufgestockt werden. Foto: Stodal

Normalerweise halten die fünf Dietmannsrieder Ortsteile Dietmannsried, Schrattenbach, Reicholzried, Probstried und Überbach je eine eigene Bürgerversammlung ab. In diesem Jahr einigte man sich aufgrund der schweren Erkrankung von Bürgermeister Hans-Peter Koch auf einen gemeinsamen Termin. Hitzige Debatten blieben bei der mäßig besuchten Veranstaltung aus.

Dietmannsrieds 2. Bürgermeister, Heinz Vetter, übernahm die Vertretung Kochs auf dem Podium und lieferte den rund 150 Besuchern in der Festhalle einen Rückblick über die vergangenen 12 Monate, sowie Ausblicke auf künftige Vorhaben der Gemeinde. Viel Neues gab es von der Grund- und Mittelschule Dietmannsried zu vermelden, die nach der Pensionierung des ehemaligen Direktors Otto Schmid nun von Martin Mederer geleitet wird. Die 1,5 Millionen Euro teure (und mit einer Million Euro bezuschusste) energetische Sanierung der Gebäude konnte abgeschlossen werden, ebenso die aufgrund von Wassereintritt nötig gewordenen Arbeiten am Flachdach der Zweifachsporthalle, die mit 90 000 Euro zu Buche schlugen. Zwar ist die Anzahl der Schüler in den einzelnen Klassen gesunken, dennoch herrscht Bedarf an neuen Fach- und Gruppenräumen. Im Lauf der kommenden zwei Jahre soll das Schulgebäude deshalb teilweise aufgestockt werden, um auch die in die Welserstraße ausgelagerten Klassen wieder ins Haus zu integrieren. Große Nachfrage Die Sanierung der angrenzenden Schulstraße, im Zuge derer die Kanalisation erneuert und der Gehweg verbreitert wurde, wird 2012 mit der Neugestaltung des Carry-le-Rouet-Platzes abgeschlossen. Fast in trockenen Tüchern ist der geplante Anbau einer Kinderkrippe am Kindergarten Regenbogen, mit dem man auf den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz vorbereitet sein will. Derzeit wird die Frage nach möglichen Zuschüssen für das (aufgrund seiner Form „Osterei“ genannte) Gebäude geklärt, die Ausschreibung erfolgt noch diesen Winter. Erweitert werden soll außerdem das AllgäuStift Geschwister Roth-Seniorenzentrum. Aufgrund der großen Nachfrage potenzieller Investoren – zirka 17 Interessenten möchten eine Wohnung in der Anlage kaufen – soll bis 2014 ein Anbau in Richtung Westen realisiert werden. Einen Wechsel wird es in der Festhalle geben. Der derzeitige Pächter der Halle, die für Vereinsveranstaltungen kostenlos genutzt werden kann, und die heuer ein Defizit von rund 100 000 Euro eingefahren hat, geht im Juli in Rente. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Interessenten stehen auch für den neuen Gewerbepark Ost II östlich der A7 noch aus. Die Erschließungsmaßnahmen wurden abgeschlossen, zwei der fünf Gewerbegrundstücke sind noch zu haben. Endlich am Netz Endlich am Puls der Zeit angekommen sind die Ortsteile Schrattenbach und Probstried: Spätestens Ende April 2012 können hier rund 900 Privathaushalte und 110 Gewerbetreibende per Glasfaser-DSL-Anschluss im Internet surfen. Der Markt unterstützt die derzeit laufenden Arbeiten am Breitbandnetz mit 150 000 Euro. Ebenfalls in Schrattenbach steht der zweite Teil der Dorferneuerung an. Der Anbau neuer Räumlichkeiten für Musikverein/Musikkapelle ans alte Schulhaus beginnt im Frühjahr, die Sanierungsarbeiten im alten Gebäudetrakt, die der Landjugend sowie dem Schützenverein zu Gute kommen, sollen bis 2013/14 beendet sein. Hierfür wird ausdrücklich „viel Eigenleistung“ seitens der Beteiligten erwartet. Erfreuliches vermeldete Vetter zu guter Letzt vom Schuldenstand: Die Pro-Kopf-Verschuldung in der 7873 Einwohner zählenden Marktgemeinde wird 2011 voraussichtlich 1435,89 Euro betragen und damit um knapp 51 Euro unter dem Vorjahresstand liegen.

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