Kein Grund zum Jammern

Makellos: Bürgermeister Josef Mayr (v.l.), die Organisatorinnen Martina Dufner-Wucher und Anita Filser sowie Festwochen-Beauftragter Herbert Karg. Foto: Spielberg

„Ohne jeden Makel.” Mit diesen Worten beschrieb am Sonntagvormittag Bürgermeister Josef Mayr (CSU) das Fazit zur diesjährigen 63. Allgäuer Festwoche. Und auch wenn für ein abschließendes Resumee der Sonntag noch nicht mit in diese Bilanz einfloss, so konnte heuer einmal mehr eine große Besucherzahl auf der Festwoche gezählt werden: In der Pressekonferenz am Sonntagmorgen gingen die Verantwortlichen davon aus, dass wohl im Laufe des Sonntags die 100 000er-Marke an Tages-Besuchern gerissen werden könnte. Am Abend hätten bis dato 80.000 Besucher den Weg ins Gelände gefunden.

Berücksichtige man die heißen Tage der zurückliegenden Woche, so seien das hervorragende Zahlen, die die Allgäuer Festwoche weiterhin unter den Top-Ten der bundesdeutschen Verbrauchermessen rangieren lasse. Es sei vor allem das vielfältige, qualitativ hochwertige Angebot und die Freundlichkeit der Besucher und Aussteller, mit der die Festwoche jährlich „den Nerv der Leute” treffe, so Organisationsleiterin Martina Dufner-Wucher. Die Mischung aus traditionell vertretenen Ausstellern sowie Sonderschauen und Erlebniswelten seien es, die die Festwoche alljährlich am „Puls der Zeit” verbleiben lasse, so Dufner-Wucher in ihrem Resümee. „Ich komme jährlich als Aussteller auf die Festwoche, weil ich hier direkt mit den Menschen Geschäftsabschlüsse generieren kann”, so der Öl-Vitalbett-Aussteller Uli Schmid aus Halle 3. Auch Rüdiger Mayer, Geschäftsführer von Möbel Mayer, war voll des Lobes: „Unser bestes Jahr auf der Festwoche, alle Erwartungen sind erfüllt worden”. Auch in Punkto Sicherheit konnten die Verantwortlichen am Sonntag vor allem Positives vermelden. „Eine ruhige, friedliche Veranstaltung war die diesjährige Messe”, so Herbert Karg (FW), Festwochenbeauftragter des Stadtrats. Wenig Ungemach mit alkoholisierten Besuchern, eine dichte, aber unauffällige Präsenz aus Sicherheitsdiensten und Polizei, dazu in diesem Jahr ein neues Sicherheitskonzept sorgten dafür. Beliebtes Ticket Auch der Einsatz von 63 Bussen für die Festwochenbesucher hat sich offenbar bewährt und wegen der Kombi-Tickets stiegen heuer noch mehr Besucher auf öffentliche Verkehrsmittel um. So erging von Bürgermeister Josef Mayr am Ende der Pressekonferenz ein herzliches „Vergelt´s Gott” an alle Verantwortlichen: Von der Festwochen-Leitung auf dem Gelände vor Ort bis zum Reinigungspersonal – alle hätten maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen und so konnte Bürgermeister Mayr für die nächstjährige 64. Allgäuer Festwoche bereits jetzt schon wieder mehr Anfragen von Ausstellern bekannt geben als es Ausstellungsplätze zu vergeben gibt. Von MATTHIAS MATZ, Kempten – Nach der Festwochenleitung hat auch die Polizei am vergangenen Sonntag eine positive Bilanz der diesjährigen Allgäuer Festwoche gezogen. So konnten nach Polizeiangaben die Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf dem niedrigen Stand von 2011 gehalten werden. „Das gemeinsame Sicherheitskonzept hat sich erneut bewährt“, so Günter Hackenberg, Leiter der PI Kempten. Bis Sonntagmittag zählten Hackenbergs Beamte zwei Widerstandshandlungen, 14 Körperverletzungsdelikte und 15 Fälle von Hausfriedensbruch. „All diese Zahlen belegen eine sehr niedrige Kriminalitätsbelastung bei der Allgäuer Festwoche“, so ein Polizeisprecher. Grund dafür sei vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Organisationen. Ein Schwerpunkt der Beamten war auch in diesem Jahr wieder der Jugendschutz – offenbar mit Erfolg. Mit insgesamt 36 Fällen verharrte die Anzahl der Verstößen gegen die Festwochenverordnung auf Vorjahresniveau. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass eine 14-Jährige mit 1,7 Promille aufgegriffen wurde. Bewährt hat sich aus Sicht der Polizei der Bustransfer am Abend sowie das neue Kombi-Ticket, das zu einer Entlastung des innerstädtischen Verkehrs gesorgt habe. Insgesamt leisteten die Beamten nach angaben der PI während der zehn Tage Festwoche 1400 Einsatzstunden in der Polizeiwache und auf dem Festgelände. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte von der Sicherheitswacht Kempten mit an die 150 Einsatzstunden.

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