Kein Überblick, kein Votum

In diesem Jahr wird es wohl keine Entscheidung mehr über die Zukunft des Hildegardplatzes geben. Entsprechende Informationen des KREISBOTE bestätigte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Montag auf Anfrage. „Eher nicht“, antwortete er auf die Frage, ob sich Bauausschuss und Stadtrat noch heuer mit dem Thema beschäftigen und zu einer Entscheidung kommen. Am ursprünglichen Zeitplan mit Ausführung der Arbeiten in 2012 soll aber festgehalten werden.

Wie mehrfach berichtet, soll der Hildegardplatz in den kommenden Jahren umgebaut werden. Zur Diskussion stehen zwei Tiefgaragen-Varianten und eine bloß auf oberirdische Maßnahmen beschränkte Option. Welche Idee in die Realität umgesetzt wird, bleibt weiterhin offen – denn in diesem Jahr soll keine Entscheidung mehr fallen. Als Begründung führte OB Netzer im Gespräch mit dem KREISBOTE die ungewisse finanzielle Zukunft der Stadt an. „Ich sehe es als notwendig an, zunächst einen klaren Überblick über den Haushalt zu bekommen“, erklärte Netzer. Das wolle er demnächst auch so den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat darstellen. „Wir brauchen mehr Klarheit über die finanziellen Angelegenheiten“, so Netzer weiter. Erst wenn man einen Überblick habe, könne man in die endgültige Diskussion einsteigen. Denn obwohl 2,5 Millionen Euro aus der Stellplatzrücklage aufgebracht werden können, müssen selbst im günstigsten Fall noch mindestens zwei Millionen Euro von der Stadt finanziert werden. Ob die städtische Rücklage das in nächster Zeit hergibt, soll nun zunächst geklärt werden. Denn an der Schulausbau-Offensive und den strategischen Zielen soll laut Netzer ebenfalls festgehalten werden. Gegen eine schnelle Entscheidung spricht derzeit auch der öffentliche Druck. Außer der CSU und den Freien Wählern haben sich alle Fraktionen bereits gegen den Bau einer Tiefgarage ausgesprochen. Da könnte es eng werden mit einer Mehrheit für die Tiefgarage. „Es geht knapp in die eine und knapp in die andere Richtung“, wollte Netzer das allerdings nicht weiter kommentieren.

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