Keine Aufstockung

Der Nachwuchs ist geplant, aber das Haus in der Öschstraße ist aus den 50er Jahren und deshalb zu klein. Deswegen hat eine junge Familie jetzt beantragt, ihre Doppelhaushälfte um 1,20 Meter aufzustocken – und musste am Donnerstagabend mit düsteren Mienen die Sitzung des Bauausschusses verlassen. Zuvor hatte der auf Empfehlung der Verwaltung der Bauvoranfrage eine Absage erteilt. Im Gegenzug stellte das Gremium aber in Aussicht, das Haus um 80 Zentimeter erhöhen zu dürfen.

Auf den ersten Blick geht es um 40 Zentimeter. Auf den zweiten um mehr. „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Präzedenzfälle schaffen“, meinte CSU-Stadtrat Karl Sperl. Denn erlaube man einem Hausbesitzer eine Abweichung von den städtebaulichen Vorgaben, könnten andere nachziehen wollen. Und dann habe man keine Argumente mehr für eine Ablehnung. „Das Thema Doppelhäuser ist in der gesamten Stadt ein Thema“, meinte dazu OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Thomas Kiechle und Richard Hiepp (beide CSU) verwiesen dagegen auf die Situation der Familie. „Bei einem lösungsorientierten Ansatz sollte man den größtmöglichen Nutzen für den Antragsteller bei einem gleichzeitigen Kompromiss für die Verwaltung finden“, sagte Kiechle. „Mindestens sollte der Weg mit den 80 Zentimetern gegangen werden.“ Harald Platz (CSU) regte an, dass der Besitzer der anderen Haushälfte ebenfalls aufstocke. Das sei aus finanziellen Gründen derzeit nicht machbar, hieß es aber. Da keine andere Lösung sich abzeichnete, einigte sich der Ausschuss darauf, die Bauvoranfrage abzulehnen. Sollten die Hausbesitzer aber einen neuen Antrag mit einer Erhöhung um 80 Zentimeter stellen, würde dem zugestimmt.

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