Keine falschen Dokumente

Mit der Zukunft des Bundeswehrstandortes Kempten befasste sich jetzt der Vorstand des Kemptener FDP-Kreisverbandes. „Offiziell ist nicht vor Oktober mit Entscheidungen zu rechnen“, erläuterte dabei Bundestagsabgeordneter Stephan Thomae.

Die Entscheidung im Berliner Verteidigungsministerium orientiere sich vor allem an den vier Kriterien Funktionalität, Kosten, Attraktivität und Flächenpräsenz. „Die Bundeswehr bringt Kaufkraft nach Kempten, denn Zeit- und Berufssoldaten siedeln sich mit ihren Familien in Kempten und Umgebung an“, erklärte Stadtrat Dr. Dominik Spitzer. „Und auswärtige Soldaten, die hier Diensten leisten, gewinnen einen positiven Eindruck von Kempten und dem Allgäu als Urlaubs- und Wirtschaftsregion mit einem intakten sozialen Umfeld“, so Spitzer weiter. Stadtrat Bruno Steinmetz bat Thomae hingegen, sich mit einem Brief für den Standort einzusetzen. „Solche Briefe schreibt man in der Regel nur, wenn man die Sache verloren gibt, damit man hinterher dokumentieren kann, man habe alles in seinen Kräften stehende getan“, erläuterte Thomae den Anwesenden. Nach eigenen Angaben hat Thomae seine FDP-Kollegen im Verteidigungsausschuss bereits über die Vorzüge aller vier Allgäuer Standorte informiert. Allerdings räumte er ein, man könne nicht für die Abschaffung der Wehrpflicht stimmen, aber dann das Bild vermitteln, der eigene Wahlkreis müsse verschont bleiben.

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