In keine Schublade passend

Die Entscheidung, nicht über das, was in die Schublade Kunst passt, sondern über das, was „beeindruckt, verblüfft, trifft, bewegt, eigene Gedanken hervorbringen lässt“, sollten die Besucher fällen. So wünschte es sich der Vorsitzende des neu gegründeten Art-Interessengemeinschaft (artig) e.V., Stephan Schmidt, im Magazin zur Ausstellung „artig“, die vergangene Woche die Kemptener Markthalle mit einem breit gefächerten Kulturspektrum belebte.

Neben einer Reihe von Veranstaltungen mit Shows, Theater, Poetry und Konzerten stand die einwöchige Gemeinschaftsausstellung von zehn Künstlern unterschiedlichster Gattungen und Stile im Mittelpunkt. Ernst, aufrüttelnd, nachdenklich stimmend, aber auch witzig-hintergründig präsentierten sich die abwechslungsreichen Exponate. Den Löwenanteil der Ausstellung bestritten Werke von Susanne Praetorius, die heuer ihr zehnjähriges Jubiläum als Malerin feiert. In klaren, leuchtenden Farb- und Lichtspielen hält sie die Schönheiten der Natur auf ihren meist großformatigen Acryl-Gemälden fest. Daneben gab es verschiedenartige Fotoarbeiten, Malereien, Zeichnungen, Skulpturen und sogar Design-Taschen aus Lkw-Planen von einigen auch erstmalig ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern zu entdecken. Mit von der Partie waren Gwendolyn Boos, Maria Kiechle, Klaus Kiechle, Lux Larson, Peter Morgner, Mario Riedesser, Stephan A. Schmidt, Uta Seyberlich und Mercedes Rodriguez de Vetter. Sie alle sorgten für eine ungewohnte, gleichwohl interessante Mischung – aus Kunst? Deko? Kunsthandwerk? Plakativem? Kitsch? Das für sich zu beurteilen eben, blieb bewusst jedem einzelnen der insgesamt zahlreichen Besucher selbst überlassen.

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