Keine Staus vor Leubas

Eine gute halbe Million Euro investieren der Bund und die Stadt Kempten in die Einmündungen in die Kaufbeurer Straße vor Leubas. Ampeln und bessere Abbiegespuren in der Daimlerstraße und an den Autobahnabfahrten sollen dort künftig dafür sorgen, dass der Verkehr nicht ins Stocken gerät. Nach den Ferien soll der Umbau bereits losgehen, so der Chef des Tiefbauamts, Markus Wiedemann, kürzlich im Bauausschuss. Autofahrer müssen sich im Kemptener Norden also auf einen heißen Herbst einstellen.

„Teilweise gibt es dort einen Rückstau bis nach Leubas“, erklärte Wiedemann. Allein die Einmündung in die Daimlerstraße, den Zugang zum Gewerbegebiet Ursulasried, passieren derzeit über 25000 Fahrzeuge täglich. Kommt die Nordspange, rechnete er vor, werde die Zahl bis zum Jahr 2020 gleich bleiben. Kommt sie nicht, werden es dann 30000 Autos sein. Zunehmend komme es in dem schwierigen Bereich auch zu Unfällen, es bestehe also durchaus Handlungsbedarf. Als Lösung des Problems sollen jetzt Ampeln, die mit der „grünen Welle“ der Kaufbeurer Straße gleichgeschaltet sind, den Verkehr aus der Daimlerstraße regeln, ebenso wie den von der A7. Die Abbiegespuren will Wiedemann jeweils lang strecken. Wenn die Ferien vorbei sind, soll der Bau beginnen. Drei bis vier Wochen müssen die betreffenden Straßen dann gesperrt werden. Statt über die Daimlerstraße soll der Verkehr dann über die Porsche- und Dieselstraße laufen. Autofahrer in diesem Bereich müssen sich also auf einiges gefasst machen. Den Hauptteil der Kosten trägt der Bund. Lediglich die Umbauten in der Daimlerstraße muss die Stadtverwaltung locker machen, die Kaufbeurer Straße gehört nämlich zur B19. Von den 520000 Euro Kosten entfallen 60000 auf das Stadtsäckel, federführend ist das staatliche Bauamt. Der Kemptener Anteil an der Maßnahme stehe bereits im Haushalt diesen Jahres und werde aus Ausgaberesten gedeckt, so der Leiter des Tiefbauamts. Ob statt Ampeln kein Kreisverkehr möglich wäre, wollte Stadtrat Hans Mangold (Grüne/FL) wissen. Der habe den Nachteil, dass man ihn nicht mit der grünen Welle gleichschalten könne, antwortete ihm OB Dr. Ulrich Netzer (CSU), das habe man bereits im Verkehrsausschuss diskutiert. Außerdem stoße ein Kreisverkehr hier an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit, Ampeln seien die bessere Lösung, ergänzte Wiedemann.

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