"Keine weiteren Reformen"

Nach dem Umzug des Wasserwirtschaftsamtes (1995), des Staatlichen Hochbauamtes (1996) und der Autobahndirektion Südbayern (2000) ist nun mit dem Bereich Straßenbau des Staatlichen Bauamtes Kempten die letzte große Verwaltungseinheit der staatlichen Bauämter in das ehemalige Areal der Prinz-Franz-Kaserne gezogen. „Wir sind eine schlagkräftige Einheit hier geworden“, meinte Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, anlässlich der Einweihungsfeier, und zeigte sich erfreut über das „äußerst leistungsfähige Behördenzentrum“.

Den Mitarbeitern versprach er, dass „keine weiteren Reformen in Planung“ seien“ und sie sich für die kommenden Jahre voll auf das „Planen und Bauen“ konzentrieren könnten. 45 Millionen Euro habe das Staatliche Bauamt Kempten im „Rekordjahr“ 2009 allein in Hochbau-Projekte investiert. Ferner sei der 100 Millionen Euro teure Ausbau der B19 zwischen Waltenhofen und Immenstadt 2009 abgeschlossen worden. Weitere „wichtige Vorhaben“ machten deutlich, dass „unser Bauamt gebraucht wird“, betonte er. Neben den erfolgreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zur Bündelung der bauenden staatlichen Behörden, zeige das Areal der ehemaligen Prinz-Franz-Kaserne zugleich „ein überzeugendes Beispiel gelungener Militärkonversion“, freute sich Cornelia Bodenstab, Leiterin des Hochbaus. Aus dem hermetisch abgeriegelten Gelände sei eine „lebendige Erweiterung der Kernstadt“ entstanden, mit attraktiven Arbeitsplätzen und Wohnbebauung in einer der besten Lagen Kemptens. Stolz zeigte sie sich darüber, als Bauverwaltung die gesamte Gebäudeplanung selbst realisiert zu haben. Durch die staatlich geförderte energetische Sanierung seien zudem „Energieeinsparungen von etwa 50 Prozent“ zu erwarten. Wichtig für die Region Bürgermeister Josef Mayr (CSU) hob die Bedeutung der nun hier vereinten Kompetenzen „für das ganze Allgäu“ hervor. „Über 1700 staatliche Bauten und Liegenschaften“ sowie weit über 1000 Kilometer Straße würden hier nun betreut. Im Stadtgebiet sei das Staatliche Bauamt unter anderem zuständig für „Unterhalt und Pflege der Residenz“ und auch den aktuellen Erweiterungsbau der Hochschule. Als „ebenso wichtig“ erachtete er das „zweite Standbein“, den Straßenbau, und hob den „reibungslosen Ablauf“ beim Neubau der B19 hervor. Ferner sei das Staatliche Bauamt ein wichtiger Ansprechpartner der Landratsämter für Zuwendungen im kommunalen Straßenbau, nannte er eine weitere Funktion der Einrichtung. Für die „Gemeinschaftsleistung“ sprach der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Bruno Fischle, allen Beteiligten seinen „aufrichtigen Dank“ aus. Und dass es für ihn noch mehr gibt als Bauen, bewies er als Teil der musikalischen Umrahmung am Klavier. Denn die Musik, klärte er die zahlreichen Festgäste auf, rekrutiere sich, „wie es sich für ein sparsames schwäbisches Bauamt gehört“, aus den eigenen Reihen des Hochbaus, Straßenbaus und der Verwaltung. Den ökumenischen Segen spendeten Pfarrer Ulrich Gampert von der evangelischen und Pfarrer Rupert Ebbers von der katholischen Kirche.

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