Erfahrene Politikerin tritt an

CSU-Direktkandidatin Mechthilde Wittmann soll Dr. Gerd Müller beerben

Mechthilde Wittmann bei der Delegiertenversammlung in Kempten. Sie tritt für die CSU im Wahlkreis Oberallgäu - Lindau/Bodensee - Kempten bei der Bundestagswahl an.
+
Mechthilde Wittmann konnte die Mehrheit der Delegierten überzeugen.

Kempten/Landkreis – Mechthilde Wittmann wurde vergangenen Montag von der Delegiertenversammlung zur Direktkandidatin der CSU im Bundeswahlkreis Oberallgäu gewählt.

Sie setzte sich damit gegen fünf Mitbewerberinnen und Mitbewerber um die Nachfolge von Bundesminister Dr. Gerd Müller durch. Dieser tritt nach 27 Jahren nicht mehr an.

160 Delegierte hatten sich unter Einhaltung strenger Infektionsschutzmaßnahmen (unter anderem gab es ohne aktuellen negativen Schnelltest keinen Einlass, ein Schnelltest-Team des BRK war vor Ort) im Foyer der bigBOX Allgäu in Kempten versammelt. Sie hatten darüber abzustimmen, wer bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 als Direktkandidat der CSU für die Region Oberallgäu - Lindau/Bodensee - Kempten ins Rennen gehen soll. Nach einleitenden Worten des Kemptener CSU-Kreisvorsitzenden und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, hatten die KandidatInnen je zehn Minuten Redezeit, um sich vorzustellen.

Der nachfolgende 1. Wahlgang zeigte folgendes Bild: Mechthilde Wittmann: 56 Stimmen, Veronika Schraut: 18, Dr. Christian Schwarz: 13, David Fink: 39, Eberhard Fetzer: 2 und Dr. Gerd Müllers Sohn Marius Müller: 32.

In der Stichwahl setzte sich Mechthilde Wittmann schließlich mit 84:73 Stimmen gegen David Fink durch.

Die 53-Jährige war knapp 20 Jahre Stadträtin in München und von 2013 bis 2018 Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Sie hat zwei Töchter und ist aktuell Chief Compliance Officer am Flughafen Franz Joseph Strauß und damit verantwortlich für das integre Verhalten von mehr als 35.000 Menschen am Campus Flughafen. Die gebürtige Münchnerin ist die Lebensgefährtin von Thomas Kreuzer.

Der scheidende Dr. Gerd Müller wünschte seiner Nachfolgerin alles Gute uns sicherte ihr seine volle Unterstützung zu. Im Hinblick auf die aktuell schlechten Umfragewerte der CSU mahnte er, die Partei brauche eine „Erneuerung in der Verantwortung, bei Personen, Inhalten und im Stil. Wer sich in der Verantwortung nicht erneuert, der wird erneuert.“

Sabine Stodal

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

E-Scooter und bald auch E-Lastenräder zum Ausleihen 
E-Scooter und bald auch E-Lastenräder zum Ausleihen 
Freiwilligkeit versus totaler Shutdown
Freiwilligkeit versus totaler Shutdown

Kommentare