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Kempten: Das Gedenkkreuz am Lugemannsweg erstrahlt in neuem Glanz

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Von: Susanne Lüderitz

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Gedenkkreuz am Lugemannsweg Steufzgen
Das neue Gedenkkreuz am Lugemannsweg kann sich sehen lassen. Am Freitag vor einer Woche präsentierten es (von links) Helmut Weber, Initiator der Renovierung, Markus Naumann, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Kempten, die beiden Schreinermeister Jörn Voges und Fritz Bruckmeier sowie Stadtheimatpfleger Tilman Ritter. © Susanne Lüderitz

Kempten – „So kannst du den Christus nicht hängen lassen“, dachte sich Helmut Weber. Dank der Hilfe des Heimatvereins kann das Wegkreuz nun wieder in voller Pracht bestaunt werden.

Der Steufzger Helmut Weber geht gern am Lugemannsweg spazieren und genießt die Aussicht am Bänkle wenig oberhalb des Waldrandes. Am Weg zwischen zwei Ahornbäumen steht auch ein Gedenkkreuz, das an Matthäus Freudling aus Lugemanns erinnert.

1920 verunglückte er an ebendieser Stelle mit seinem Pferdefuhrwerk. Wie der aufmerksame Spaziergänger Weber feststellte, hing der Christus hinter dem mittlerweile zugewachsenen Gestrüpp ganz schief. Arm und Zehen fehlten.

Neu geschnitzte Gliedmaßen

Dank der Hilfe des Heimatvereins kann das Wegkreuz nun wieder in voller Pracht bestaunt werden. Er ist der Träger der Restaurierung – „wenn nicht noch mehr Spenden eingehen“, winkte Weber bei der Einweihung mit dem Zaunpfahl. Matthias Buchenberg aus Vorderburg hat die neuen Gliedmaßen geschnitzt, die absichtlich noch am hellen Holz erkennbar sind.

Schreinerei Bruckmeier sorgte für ein neues Eichen-Kreuz und Dach. Auch die Nachbarn hatten bei der Renovierung mit angepackt. Familie Mader gehört der Grund, und Firma Freudling formte frische Treppenstufen hinauf zum Gedenkort.

Wie Heimatvereins-Vorsitzender Markus Naumann fand, passe das Kreuz zum Thema „Erinnerungskultur“, dem sich der Verein aktuell verschrieben hat. Auch bei der Einweihung am Freitag vor einer Woche gedachte man dem Verunglückten und hielt sein Andenken wach, bevor es zur kleinen Feier überging.

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