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Das »Große Loch« wechselt einmal mehr den Besitzer. Der »Neue« will zügig durchstarten

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Planungen großes Loch Bauvorhaben
Nur geringfügige Änderungen für das „Große Loch“ plant dessen neuer Besitzer Ehret+Klein nach eigener Aussage. © Visualisierung: Nowinta

Kempten - Die Nowinta Real ­Estate GmbH hat das „Große Loch“ schon wieder verkauft. Das geplante Bauvorhaben will Käufer Ehret+Klein bald umsetzen und wieder verkaufen.

Statt Antworten lautete die Devise Vertrösten – so waren die mehrfachen Anfragen des Kreisboten an die Nowinta lange unbeantwortet geblieben. Der Grund dafür liegt inzwischen auf der Hand: Wie der Projektentwickler Ehret+Klein per Pressemitteilung nun bekannt gibt, hat er die Liegenschaft in der Mozartstraße 1, besser bekannt als „Großes Loch“, von der Nowinta Real ­Estate GmbH erworben. Begleitet wurde die Transaktion vom Regionalbüro Stuttgart der Dr. Lübke & Kelber GmbH. Damit ist die Zukunft des „Großen Lochs“ erneut ein Spekulationsobjekt.

Der in Starnberg ansässige Projekt- und Quartiersentwickler will an dieser „Baustelle mit einer langen Historie im Herzen der Stadt“, wie er sie selbst bezeichnet, nun zügig mit der Projektrealisierung beginnen.

Die bisherige Planung für das circa 2.250 Quadratmeter große Grundstück sieht Ehret+Klein zufolge eine mischgenutzte Immobilie mit etwa 5.820 Quadratmetern Gesamtmietfläche vor. Eine entsprechende Baugenehmigung wurde von den Verkäufern erwirkt und erlaubt die Errichtung von 156 Wohneinheiten, 21 Serviced-Apartments und einer Gewerbeeinheit.

Geringfügige Anpassungen

Ehret+Klein wird an einer Mischnutzung festhalten und die bestehende Planung in wenigen, an den Bedürfnissen der Stadt orientierten, Bereichen anpassen. Der neue Eigentümer führt dazu bereits Gespräche mit der Nachbarschaft, Planern und Projektpartnern.

„Seit geraumer Zeit wartet Kempten auf eine sichtbare Veränderung und Verbesserung für diesen zentralen Ort. Wir werden nicht nur bauen, sondern vor allem zuhören, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist. Dies werden wir in die bestehende Planung, aber ohne weitere Verzögerung einfließen lassen, damit ein funktionaler und attraktiver Lebensraum entsteht“, erklärt Michael Ehret, geschäftsführender Gesellschafter von Ehret+Klein. Mit erfolgreicher Fertigstellung soll die Immobilie dann veräußert werden. Hierfür wurde mit Nowinta eine weitere Zusammenarbeit vereinbart.

Ehret+Klein ist nach eigener Angabe in der Immobilienbranche bekannt dafür, sich komplexen Projekten anzunehmen. Die Wiederbelebung des ehemaligen Kaufhauses Beck im Münchener Stadtteil Laim wird dafür als ein Beispiel genannt. Fast 25 Jahre sei das Gebäude leer gestanden und habe mehrmals seinen Besitzer gewechselt. Im April 2015 habe Ehret+Klein diesen „Schandfleck von Laim“ erworben. Es folgte die Baugenehmigung und im September 2017 starteten die Bauarbeiten. Seit 2018 stehe ein mehrfach prämierter Architekturbau an der Fürstenrieder Straße 21, der mit einem Einzelhandels- und Bürokonzept nicht nur einen funktionalen Baustein verkörpere, sondern das Viertel spürbar bereichere.

„Wir freuen uns auf den zügigen Baustart und werden bereits im Frühjahr mit den Sicherungsmaßnahmen vor Ort beginnen“, bestätigt Michael Ehret. Wie das Unternehmen auf Nachfrage des Kreisboten angab, ist der Weiterverkauf des Objektes nach Umsetzung „im Ganzen geplant“. Die Fertigstellung soll voraussichtlich im ersten Quartal 2025 erfolgen. „Zu den minimalen Veränderungen an der Planung können wir mehr sagen, sobald wir mit den bisher im Projekt involvierten Planern gesprochen haben.

„Ich bin zuversichtlich, dass es aus einer Phase des Stillstandes heraus jetzt zu konkreten Schritten in Richtung Umsetzung des baulichen Vorhabens kommen kann“, so Oberbürgermeister Thomas Kiechle zu den neuesten Entwicklungen am „Großen loch“.

kb/ct/hehi

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