Serie: Kneippen macht Laune

Der Kneipp-Verein Kempten gibt Tipps für Zuhause: Das Schneetreten – für starke Abwehrkräfte

Ein junger Mann stapft Barfuß durch den Schnee. Kneippsches Schneetreten
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Ein geschätzter Wachmacher am Morgen ist das Schneetreten.

Wenn es gilt, das Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken, fallen uns als erstes die wohltuenden Anwendungen nach Kneipp ein. Dabei kommt auch die gute Laune nicht zu kurz.

Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Und das als sanfte Abhärtung geltende Trockenbürsten. Andere wiederum betrachten den erquickenden Gesichtsguss oder den Knieguss als wahres Lebenselixier. Und das in der ganzen Welt bekannte Wassertreten. Übrigens: Es ist ganz leicht für sich selbst herauszufinden, an was es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen.

Die mit der Klopfmassage begonnene zwölfteilige Beitragsreihe „Kneippsche Anwendungen für Daheim“ setzt der Kreisbote heute fort. Wie sagte doch einst schon Sebastian Kneipp: Die Menschen werden erst dann gesund, wenn sie ohne Schuhe Walzer tanzen.

Als eines der wirksamsten Mittel zur Gesundung erweist sich in diesem Zusammenhang das „Schneetreten“. Barfuß durch den Schnee stapfen schätzen Kneippianer am frühen Morgen als Wachmacher-Tipp. Und als ideale Einschlafhilfe am Abend. Zudem stärkt Schneetreten die Abwehrkräfte. Es wirkt auch im besten Sinne bei Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und senkt die Infektionsanfälligkeit.

Gebraucht werden für diese Anwendung lediglich ein Frotteehandtuch und warme Socken. Und ein wenig Überwindung, aber nur beim ersten Mal. Der Körper sollte erkältungsfrei und gut durchwärmt sein. Jetzt heißt es, kurze Zeit durch den Schnee zu stapfen. Es wirkt deutlich spürbar anregend und erfrischend ohne sich kalt anzufühlen. Laufen Sie so lange bis es unangenehm wird (Geübte bis zu drei Minuten).

Übrigens: Auch Kinder/Enkelkinder machen hier gerne mit. Sie lieben es, auch barfuß durch den Schnee zu stapfen, weil es in ihren Füßen binnen kurzem so herrlich kribbelt. Und hinterher stellt sich bei Jung und Alt ein Gefühl ein, das als außerordentlich angenehm empfunden wird. Anschließend geht‘s ab in die warme Stube. Die Füße werden getrocknet, Wollsocken übergestreift und dann heißt es, sich entweder zu bewegen oder in‘s warme Bett legen.

Besonders angenehm geht es sich – wen wundert‘s – auf frisch gefallenem, weichen Schnee. Ganz im Gegensatz zu verharschtem Schnee. Hier besteht die Gefahr von Schnittverletzungen. Nicht geeignet ist Schneetreten bei Harnwegsinfektionen, Blasen- oder Nierenerkrankungen und arteriellen Durchblutungsstörungen.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Wer das Schneetreten in bewegten Bildern mit Ton erleben möchte, der findet es unter der Internet-Adresse www.kneipp-bund.de.

Die Kontaktdaten des Kneipp-Vereins Kempten sind ab sofort: Schillerstraße 9, in 87435 Kempten, Telefon 08370/976135.

kb

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