Aller guten Dinge sind drei

Farbenfrohe Lichtershow zur Eröffnung der Nordischen Ski-WM

Die Oberstdorfer Skiflugschanze von einer Lichtshow beleuchtet
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Farbenfroh, aber ohne Publikum begann die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf.
  • vonJosef Gutsmiedl
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Oberstdorf/Oberallgäu – Die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf wurden in einer gekonnten Mischung aus Tradition und Moderne feierlich eröffnet.

Nach den langen Monaten im Lockdown wieder etwas Farbe in den Alltag zu bringen, das wünschte sich DSV-Präsident Dr. Franz Steinle in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Zu Beginn der Eröffnungsfeier gab es Traditionelles von Alphornbläsern und Schuhplattlern sowie einen Ausschnitt aus dem Musical „Ludwig II“. Wegen der Corona-Pandemie fand die Veranstaltung im Skisprung-Stadion ohne Publikum und auch ohne die rund 700 teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler statt.

Den Einzug der 60 Nationen ersetzten die Fahnenfahrer des Skiclub Oberstdorf. Die erfolgreichen Athleten Evi Sachenbacher-Stehle, Katrin Zeller, Thomas Müller und das Geburtstagskind Georg Späth, die im Allgäu zu Hause sind, trugen die Flagge des Internationalen Ski-Verbandes FIS in das Stadionrund.

Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King bedauerte in seiner Rede, dass kein Publikum vor Ort sein dürfe und äußerte seine Hoffnung, sehr bald wieder eine Nordische Ski-WM austragen zu dürfen.

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann lobte die umfangreichen Vorarbeiten, um die Sportanlagen fit zu machen für die Nordische Ski-WM. Die Region und Oberstdorf, aber auch der Freistaat Bayern – „mithin die Steuerzahler“ – hätten viel investiert. Jetzt schaue die Welt gespannt auf Oberstdorf. Und er, Herrmann, sei sicher, dass die Athletinnen und Athleten auch ohne Publikum zu Höchstleistungen auflaufen.

Die Flagge der FIS wurde von den erfolgreichen Allgäuer Athleten Evi Sachenbacher-Stehle, Katrin Zeller, Thomas Müller und Georg Späth ins Stadion getragen.

„Aller guten Dinge sind drei“, freute sich Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King bei der offiziellen Eröffnungsfeier im Skistadion. Nach 1987 und 2005 sei der Wintersportort jetzt zum dritten Mal Austragungsort und Gastgeber einer Nordischen Ski-WM. „Alles gut“ könne man aber angesichts der aktuellen Covid-Pandemie leider nicht sagen, sagte King weiter. Er hoffe, dass die herzliche Gastfreundschaft der Oberstdorfer die WM doch zu einem neuen „Wintermärchen“ werden lasse. Oberstdorf präsentiere sich seit langem als „Wintersport-Ort par excellence“ und sei seit mehr als einem Jahrhundert Schauplatz unzähliger Sportwettbewerbe.

Die Sportanlagen seien auf neuestem Stand und würden auch nach der WM beste Voraussetzungen für den Leistungssport bieten, aber auch den Tourismus stärken. Er hoffe, dass Oberstdorf bald wieder eine weitere Ski-WM ausrichten könne, deutete Klaus King eine mögliche baldige neuerliche Bewerbung an.

Dr. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbands DSV, betonte, dass die Veranstalter alles getan hätten, um die Wettbewerbe dem Hygienekonzept entsprechend durchzuführen. Nach 16 Jahren und fünf Anläufen im Bewerbungsverfahren sei das „Wintermärchen 2005“ noch bestens präsent und Oberstdorf bereit für ein neues Ski-Festival.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Spportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, der im Oberallgäu zu Hause ist, sieht die Nordische Ski-WM unter Corona-Bedingungen auch als wichtige Bewährungsprobe für die bevorstehenden Großevents im Sommer und im nächsten Winter. „In solchen Situationen hilft weltweiter Rückenwind. Oberstdorf könnte im Sinne von ‚best practice‘ ein Meilenstein auf dem Weg des Weltsports nach Tokio und Peking sein“, sagte Hörmann in seiner Eröffnungsrede bevor er die FIS Nordische Ski-WM 2021in Oberstdorf für eröffnet erklärte. Oberstdorf „bedankte“ sich mit Böllerschüssen.

Josef Gutsmiedl

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