Gesundheitsminister lobt »tolle Geschichte« im Oberallgäu

Im Oberallgäu rollt bald der Impfbus

der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Impfzentrum in Sonthofen Oberallgäu
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Karolin Kappeler (rechts) erläuterte Staatsminister Klaus Holetschek die Ausstattung des Impfbusses.

Sonthofen/Oberallgäu – Der Landkreis steht „Gewehr bei Fuß“ – fehlt allein der erforderliche Impfstoff.

Ende Januar nahm das neue Impfzentrum in Sonthofen seinen Betrieb auf – ergänzt von einem Impfbus, mit dem vor allem eine wohnortnahe Impfmöglichkeit für ältere und weniger mobile Bürgerinnen und Bürger erreicht werden soll. Bayerns Staatsminister Klaus Holetschek informierte sich über die Neuerungen und lobte die „tolle Geschichte“ im Oberallgäu.

Pünktlich zum Besuch des Staatsministers konnte Landrätin Indra Baier-Müller einen aktuellen Inzidenzwert von 48 für den Landkreis melden. „Wir hoffen, dass wir auf Dauer unter einem Wert von 50 bleiben“, so die Landrätin. Trotz der jüngsten Lieferengpässe beim Impfstoff habe man im bisherigen provisorischen Impfzentrum in Immenstadt und den mobilen Impftrupps in Senioren- und Pflegeheimen weiter geimpft. „Keine Dose blieb unverabreicht.“ Selbst während des Umzugs nach Sonthofen in die Grüntenkaserne sei weiter geimpft worden.

„Wir sind bereit, wenn der Impfstoff kommt“, lenkte Baier-Müller den Blick auf die kommenden Wochen. Besonders stolz seien sie und alle Beteiligten auf das neue Impfzentrum in der Kaserne sowie auf den jüngsten Wurf, den neuen Impfbus des Landkreises. Der ehemalige Linienbus aus dem Fuhrpark der Firma „Komm mit“ war unter Mithilfe weiterer Sponsoren in den vergangenen Wochen umgerüstet worden zu einem Impf-Mobil (wir berichteten).

Der Impfbus soll in den Landkreiskommunen eine wohnortnahe Impfmöglichkeit gewährleisten. Ziel sei es, rund 100 Personen pro Tag mit dem Bus zu erreichen, so Karolin Kappeler vom Landratsamt. Der Ablauf gestaltet sich identisch zum stationären Impfzentrum. Die Umbaukosten von rund 25.000 Euro übernimmt der Freistaat Bayern.

Die Landrätin dankte allen Mitarbeitern in den Organisationen und Einrichtungen, der Bundeswehr, sowie nicht zuletzt in „ihrem“ Gesundheitsamt Oberallgäu, die quasi rund um die Uhr Hervorragendes leisteten.

„Eine tolle Geschichte“, lobt Staatsminister Klaus Holetschek den Weg des Landkreises und die Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. „Einfach und praktikabel“ sei das Impfzentrum im Gebäude 23, das aus dem militärischen Bereich der Grüntenkaserne herausgenommen wurde. „Jetzt brauchen wir nur noch genügend Impfstoff, dann können wir hier 24 Stunden am Tag impfen“, so der Gesundheitsminister optimistisch. Daher gelte es, für Impfbereitschaft zu werben. Er, Holetschek, hoffe auf mehr und regelmäßige Zulieferung der Impfdosen. Impfen sei „Teil der Lösung“ in der Herausforderung der Corona-Pandemie. „Und wenn mehr Impfstoff da ist, muss man alles tun, damit sich jeder impfen lassen kann, der das will.“

Man sei beileibe noch nicht durch die Krise, warnte Holetschek vor leichtfertigen Lockerungen; aber man sei auf einem positiven Weg. Statt des Wechselspiels von Schließen und Öffnen, brauche es jetzt eine „nachhaltige Perspektive“ – und weiter Umsicht und Vorsicht.

Josef Gutsmiedl

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