Ausbau des schnellen Internets soll Fahrt aufnehmen

Isny wirft Breitband-Turbo an

Breitbandausbau mit Schacht und Kabeln, die aus der Erde ragen.
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Isny schreibt bald den Breitbandausbau aus. Um an staatliche Millionen zu kommen, muss der Ausbau bis spätestens Anfang 2025 umgesetzt werden.

Isny – Lahme Internetverbindungen, ruckelnde Bilder, ewiges Warten beim Downloaden wichtiger Dateien, das alles soll in absehbarer Zeit vorbei sein.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die zeitnahe Ausschreibung der für den Breitbandausbau nötigen Ingenieursleistungen. „Wir dürfen keine Zeit verlieren“, so Bürgermeister Rainer Magenreuter. „Breitband ist für unsere Stadt immens wichtig!“

Vor allem in den Isnyer Gewerbegebieten soll die Versorgung verbessert werden, aber auch sogenannte „weiße Flecken“ sollen verschwinden, sprich: mit schnellem Internet ausgestattet werden. Gemeinderat Gebhard Mayer (FW): „Das ist längst überfällig! Die Bevölkerung wartet darauf.“

Auch Fraktionskollege Rainer Leuchtle aus Großholzleute forderte die Stadtverwaltung zum zügigen Handeln auf. „Sie muss alles Menschenmögliche daransetzen, den Ausbau umzusetzen, das ist das Top-Thema für Isny!“

Bedenken aus den Reihen der Grünen, die Ausschreibung aus finanziellen Gründen zu verschieben und die Pläne der neuen Stuttgarter Landesregierung abzuwarten, wurden vom Bürgermeister zurückgewiesen. „Breitbandausbau haben alle Parteien auf ihre Fahnen geschrieben, deutschlandweit, ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft mit staatlicher Förderung rechnen können“, so Magenreuter.

Um die Millionen an Fördergeldern zu bekommen, muss der Ausbau bis spätestens Anfang 2025 umgesetzt werden. Der Wettbewerb um das Geld ist allerdings groß. Nicht nur in Argenbühl, sondern auch in anderen Gemeinden des Isnyer Umlandes steht der Ausbau des schnellen Netzes an oberster Stelle. „Da müssen wir uns so schnell wie möglich auch Kapazitäten für den Tiefbau sichern“, verlangte Leuchtle, „sonst haben wir unter Umständen zwar das Geld, aber keine Bagger, um die Kabelkanäle auszuheben.“

Lutz Bäucker

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