Kooperation mit Hochschule Augsburg

Wie könnte das Lauben der Zukunft aussehen? - Studierende erarbeiten Ideen für mögliche Ortsentwicklung

Eine ruhige Straße, gesäumt von Häusern und Bäumen in Lauben bei Kempten.
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Im Fokus ist der Bereich „Moos“ mit Gemeindesaal, Grundschule, Gemeindebücherei, Feuerwehr sowie diverse Vereins- und Sportstätten.

Lauben – Die Gemeinde Lauben hat eine Kooperation mit der Hochschule Augsburg gestartet. Im nun beginnenden Sommersemester setzen sich Architekturstudenten im Fachgebiet „Städtebau und Entwerfen“ mit Möglichkeiten der Ortsentwicklung auseinander. „Der unverstellte Blick von außen und die daraus entwickelten Ideen könnten uns interessante Impulse zu verschiedenen Zukunftsthemen unserer Kommune liefern“, erklärt Bürgermeister Dietmar Markmiller.

Der Leiter des Projektes, Prof. Marcus Rommel, stellte die Grundzüge des Projektes in der öffentlichen Gemeinderatssitzung vor. Die Studierenden des 4. Semesters werden sich die örtlichen Gegebenheiten in mehreren Ortsterminen ansehen. Interessant sei, dass die Gemeinde mit Lauben und Heising zwei große, relativ separate Ortsteile habe, so Prof. Marcus Rommel. Daher werde man sich mit Fragestellungen auseinandersetzen wie: „Wie stehen die einzelnen Ortsteile zueinander?“, „Wo ist das Ortszentrum von Lauben, wo ist das von Heising – und was ist mit dem ‚Dazwischen‘? Kann hier vielleicht eine neue, gemeinsame Mitte entstehen?“. Mit dem „Dazwischen“ ist der Bereich „Moos“ gemeint, wo beide Ortsteile fast schon zusammenwachsen und wo bereits Schule, Feuerwehr, Sportplatz und Gemeindesaal angesiedelt sind.

Wichtige weitere Fragen seien: „Wie kann sich eine Kommune im Umfeld von Kempten entwickeln?“, „Wie können Veränderungen und Wachstum hier aussehen?“, „Wo gibt es Potenzialflächen für Wohnraum oder anderes?“, „Wie kann und sollte ein sorgsamer Umgang mit den wertvollen Landschafts- und Wirtschafsträumen aussehen?“, erläuterte Rommel.

Gleichzeitig betonte er: „Wir wollen nicht mit den Planern konkurrieren, sondern Anregungen geben, auf deren Basis man dann innerhalb der Gemeinde über mögliche weitere Schritte diskutieren kann.“ Für die Studierenden ihrerseits sie es wichtig zu lernen, unterschiedliche Interessen und Perspektiven zu berücksichtigen und interdisziplinär mit Fachleuten und Entscheidungsträgern zu kooperieren. „Städteplanung ist schließlich keine One-Man-Show.“

Das Projekt läuft bis zum Ende des Semesters (Ende Juli 2021) und soll, sofern es aufgrund von Corona möglich ist, mit einer öffentlichen Abschlusspräsentation der Ergebnisse enden. „Ich denke, dass daraus einige interessante Impulse zu unseren gemeindlichen Zukunftsthemen hervorgehen werden. Wir werden unsere Bürgerinnen und Bürger über den Fortgang des Projektes auf dem Laufenden halten und auch um eigene Ideen und Anregungen bitten. Es ist selbstverständlich, dass sie in den gesamten Prozess der Ortsentwicklung eingebunden werden.“

Sabine Stodal

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