Mit bedeutungsvoller Tiefe

„Leere“ zieht sich thematisch durch das Werk von Dana Lürken - zu sehen in der Galerie Kunstreich

Der Schritftzug Leere über einer schneebedeckten Wiese
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In den Werken von Dana Lürken geht es oft um eine „Leere, Stille und eine oft nicht artikulierte, unerfüllte Sehnsucht von so manchen Menschen“, erläutert die Künstlerin.

Kempten – Über vier Monate Leere herrschte in der Galerie Kunstreich, und nun wird sie mit etwas mehr und anderer Leere von der Münchner Künstlerin Dana Lürken gefüllt.

Die Ausstellung begann ohne freitägliche Vernissage am Samstag. Sie kann bis Sonntag, 11. April, besucht werden. An den Dienstagen von 16 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Ob und wie dann eine Finissage stattfinden kann, gilt abzuwarten

„Der Ausstellungstitel und damit das Thema Leere ist – überraschenderweise selbst für mich – der rote Faden, der sich durch alle meine Arbeiten zieht, auch wenn sie mit teils zehn Jahren Abstand entstanden sind: Leere, Stille und eine oft nicht artikulierte, unerfüllte Sehnsucht von so manchen Menschen“, erläutert die Künstlerin.

Ihre konzeptuelle Arbeitsweise lässt es Dana Lürken offen, immer wieder aufs Neue unterschiedliche Techniken und Materialien zu finden und zu erproben, je nachdem, welche Idee nach welcher Umsetzung ruft. So führt der Weg zum endgültigen Werk einmal über einen Kopfhörer oder einen alten Kassettenrekorder oder Fernseher, ein anderes Mal über einen alten, geflickten Kopfkissenbezug ihrer Großmutter oder über unerreichbar von der Decke hängende Zuckerbonbons zu unterschiedlichen Genres, zu Videoarbeiten, Wandtableaus, Installationen, Zeichnungen und Objekten.

„Oft entstehen dabei Werke mit einer wirkungsvoll anziehenden Erscheinung, hinter deren ästhetischen Präsenz sich eine bedeutungsvolle Tiefe verbirgt“, wie es ihr der Münchner Kurator und Kunsthistoriker Jochen Meister einmal in den Katalog schrieb: „So unterschiedlich die Werke der Künstlerin sind, so eng kann man sie inhaltlich verbinden. Es ist nicht unbedingt ein Stil, der sich ausdrückt, sondern eine Haltung.“

Diese Haltung führt auch zu sehr persönliche Arbeiten wie „was bleibt“ von 2009 über die im selbigen Jahr verstorbene Großmutter. Und daran orientieren sich die „Handarbeiten mit Haaren“, also Stickereien, die sich mit dieser altmodischen langsamen Beschäftigung auseinandersetzen, welche ihre wie viele andere Großmütter als Hausfrau noch selbstverständlich und gewissenhaft, mit viel Zeit und Sparsamkeit ausübte.

Dana Lürken studierte an der Akademie der Bildenden Künste München zunächst bei Joseph Kosuth, und machte dann als Meisterschülerin ihr Diplom bei Magdalena Jetelová. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit der Debütantenförderung des Bayerischen Staates und dem Aichacher Kunstpreis.

Termine & Öffnungszeiten

öffentliche Vernissage: Fr. 12. März 2020 aufgrund der Panademieverordnungen gestrichen

Öffnungszeiten bis einschließlich So. 11. April 2021: Dienstag von 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Künstlergespräch / Finissage: noch unklar - je nach Pandemie-Entwicklung

Der Eintritt ist frei.

Masken- und Abstandspflicht: Zugang wie überall (z.B. Einzelhandel) vorgeschrieben nur mit FFP2-Maske und bei Einhaltung des vorgeschriebenen Abstands von mindestens 1,5 Metern.

kb

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