Gemeinsame Elternbeiräte werden aktiv

Sechs Petitionen zum Thema Distanzunterricht und Pandemieschuljahr 2020/21

Ein Symbolbild für Distanzunterricht und Homeschooling: Ein Teil einer grauen Tastatur in Großaufnahme mit zwei roten Tasten: Die eine zeigt das Piktogramm einer Schultafel oder eines Whiteboards, die andere das Piktogramm einer Schulklasse mit der Textzeile „Virtual Classroom“.
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Dringenden Handlungsbedarf haben die Gemeinsamen Elternbeiräte der Grund- bzw. Grund- und Mittelschulen aus Fürth, Kempten, München, Rosenheim sowie Würzburg erkannt und bitten um Unterstützung für ihre sechs Petitionen.

Kempten/München – In den vergangenen Monaten wurde an den Schulen, auf Gemeinde-, aber auch auf Landesebene, hart an Distanzunterrichtskonzepten sowie strukturellen Verbesserungen in der IT-Infrastruktur gearbeitet. Gemeinsames Ziel war, im Falle neuerlicher Schulschließungen besser vorbereitet zu sein als bei der ersten überraschenden Schulschließung im März 2020.

Beim Distanzunterricht fällt auf, dass Vieles in den letzten Monaten vorangegangen ist – nicht aber die technische Ausstattung der Schulen. Das Fehlen von IT-Infrastruktur wie WLAN und Endgeräten in den Schulen behindert und verhindert die Teilnahme der Notbetreuungskinder am Distanzunterricht. Das Fehlen klarer Vorgaben seitens des Kultusministeriums bezüglich der Definition von Distanzunterricht ermöglicht noch immer die Übertragung der Lehrverantwortung auf die Eltern. Die Doppelbelastung der Lehrkräfte mit Einsatz in Notbetreuung und Gestaltung des Distanzunterrichts ist unzumutbar für Lehrkräfte und Schulkinder und reduziert die Qualität von beidem. Der Lehrplan müsste einheitlich bayernweit angepasst werden, aber die Lehrer haben keine Freigaben seitens des Kultusministeriums.

Es ist dringend Handlungsbedarf geboten

Da aber eine landesweite Elternvertretung fehlt, die diese Interessen beim Kultusministerium vorbringen könnte, haben Mitglieder von gemeinsamen Elternbeiräten (GEB) der Grund-, bzw. Grund- und Mittelschulen aus Fürth, Kempten, München, Rosenheim, Würzburg sechs Petitionen zum Thema Distanzunterricht und Pandemieschuljahr 2020/21 initiiert. Über den Weg der Petitionen erhoffen sie sich breite Unterstützung der bayerischen Eltern.
Der Link zu den Petitionen: www.elternbeirat.ellroth.de

Distanzunterricht 2.0 oder eher 1.2?

Seit 11. Januar ist es wieder soweit: Die Schulkinder sitzen zuhause vor dem PC, Tablet oder Smartphone und lernen zuhause. Oder doch nicht? Hat denn jedes Grundschulkind aktuell ein entsprechendes Gerät zur Verfügung? Können die Lehrer zuverlässig über Online-Plattformen ihre Aufgaben bereitstellen, genügen die Kapazitäten? Oder müssen die vom Frühjahr 2020 bewährten Wochenpläne herhalten? Können die Eltern die Betreuung gewährleisten? Werden die Kinder geschult oder machen Sie ein Selbststudium?

All diese Fragen möchte der gemeinsame Elternbeirat der Grund- und Mittelschulen Kemptens in einer großen Umfrage klären, die sich sowohl an die Eltern als auch an die Lehrkräfte richtet. Auch andere Städte in Bayern stellen gleichzeitig diese Fragen, sodass die Ergebnisse durchaus vergleichbar sind:
„Liebe Eltern, liebe Lehrer, die Umfrage ist freiwillig und anonym. Bitte nehmen Sie sich trotzdem die Zeit (etwa 20 Minuten), denn nur so können wir für alle bayerischen Schüler eine Verbesserung erreichen. Vielleicht läuft auch schon alles gut; das wäre doch auch schön zu erfahren. Bei dieser Umfrage erhalten Sie Gehör und auch eine öffentliche zugängliche Auswertung.“
Link: www.elternbeirat.ellroth.de

kb

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