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Neue Corona-Regeln für Bayern

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Eine schwarze Fläche mit dem Schriftzug „Covid-19 Update“, einem Stethoskop und Teströhrchen und Teststäbchen für einen Corona-Test.
Ab dem kommenden Samstag gelten in Bayern neue Infektionsschutzregeln. © Symbolfoto: Panthermedia/Mohd Yazid Zainal

Bayern – Da in mehreren Regionen des Freistaats eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, hat die Bayerische Staatsregierung heute Vormittag regionale Schwellenwerte und zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen festgelegt, damit die lokalen Behörde angepasst an die Situation vor Ort reagieren können.

Die aktuelle 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt vorerst bis zum 24. November und wird mit Wirkung zum Samstag, 6. November, in folgenden Punkten geändert:

Nach den Herbstferien gilt an den Grundschulen für eine Woche und an den weiterführenden Schulen für zwei Wochen erneut eine Maskenpflicht im Schulgebäude, und zwar nach den gleichen Regelungen wie zu Schuljahresbeginn: Unabhängig vom Mindestabstand müssen Schülerinnen und Schüler ihre Maske auch am Platz tragen. In den Jahrgangsstufen 1 bis 4 genügt eine textile Mund-Nasen-Bedeckung, alle anderen Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen.
Hat sich ein Mitschüler infiziert, müssen künftig alle Klassenkameraden eine Woche lang an jedem Schultag getestet werden.

Die neue regionale „Hotspotregelung“ sieht vor, dass in Landkreisen, die zu einem Leitstellenbereich gehören, in dem die zur Verfügung stehenden Intensivbetten bereits zu mindestens 80 Prozent ausgelastet sind, und in denen gleichzeitig eine Sieben-Tage-Inzidenz von 300 überschritten wird, die gleichen Regeln gelten, die bei einer landesweiten roten Krankenhausampel vorgesehen sind. Die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde informiert die Bevölkerung, wenn die beiden genannten Schwellenwerte erreicht sind. Am Tag nach dieser Bekanntmachung treten die verschärften Regeln in Kraft. Sie werden wieder aufgehoben, sobald die Kreisverwaltungsbehörde feststellt, dass mindestens einer der beiden Werte drei Tage lang unter der genannten Schwelle liegt. Ist die rote Stufe erreicht, gilt:

Bei einer landesweiten Überlastung des Gesundheitswesens signalisiert die Krankenhausampel außerdem:
Die gelbe Stufe gilt, sobald entweder in den vorangegangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 Corona-Patienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden oder – das ist neu – landesweit mehr als 450 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sind. Sobald nach Feststellung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege eine der beiden Alternativen greift, gilt landesweit ab dem auf die Feststellung folgenden Tag:  

Die rote Stufe gilt, sobald landesweit mehr als 600 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sind. Sobald dies nach Feststellung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege der Fall ist, gelten landesweit ab dem auf die Feststellung folgenden Tag die oben genannten Regeln.

Kontaktpersonen von Corona-Infizierten können sich künftig erst nach sieben Tagen aus der Quarantäne freitesten, nicht wie bisher bereits nach fünf.

Krankenhäuser und deren Beschäftigte sind durch die steigende Zahl der Corona-Patienten vor besondere Herausforderungen gestellt. Zur Abmilderung wirtschaftlicher Nachteile sowie zur besonderen Anerkennung der persönlichen Leistungen der Mitarbeiter wird mit Wirkung vom 1. November 2021 ein sechsmonatiges Hilfsprogramm im Umfang von 35 Millionen Euro mit folgenden Eckpunkten aufgelegt:
Krankenhäuser erhalten als Ausgleich für ihren besonderen Aufwand pro COVID-19-Patient pro Tag auf der Normalstation 50 Euro und für die Behandlung auf der Intensivstation 100 Euro auf Grundlage der Meldungen im Meldesystem IVENA.
Mindestens 50 Prozent der Mittel sind vom Krankenhaus als Bonus an Klinikbeschäftigte, insbesondere an Pflegekräfte weiterzureichen, die durch die andauernde Pandemielage besonders belastet sind.

„Für einen sicheren Herbst und Winter“ appelliert die Bayerische Staatsregierung eindringlich an die Bevölkerung, Impfangebote wahrzunehmen und sich impfen zu lassen.

kb

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