Mit fast 98 Prozent wiedergewählt

Thomas Kreuzer wieder Direktkandidat

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(v.l.) Stephan Prause, Renate Deniffel, Thomas Kreuzer und Hans-Peter Rauch.

Stehende Ovationen für die Stimmkreisbewerber für die Landtags- und Bezirkstagswahl 2018: Der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer sei ein „Glücksfall“ für Partei und Region, würdigte Landrat Anton Klotz den Kemptener Abgeordneten.

Kreuzer vertritt Kempten und das nördliche Oberallgäu seit 1994 im Bayerischen Landtag und soll nächstes Jahr erneut antreten. Mit 97,8 Prozent wurde der gelernte Jurist von den Delegierten bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde die schwäbische Bezirksrätin und Jugendbeauftragte des Bezirks Renate Deniffel (95,5 Prozent).

Der in Lauben geborene Kreuzer gab in seiner Rede einen Überblick über die Entwicklung seiner Allgäuer Heimat seit seinem ersten Amtsantritt vor 20 Jahren. Die Wirtschaftsleistung sei in den vergangenen Jahren stärker als im bayerischen Durchschnitt gestiegen und die Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent in der Stadt Kempten und 2,4 Prozent im Landkreis Oberallgäu im Juni 2017 auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der ehemalige Staatskanzleileiter und Kultus-Staatssekretär lobte dabei auch die Entwicklung der Hochschule Kempten und die gute Verzahnung mit der Wirtschaft, mittlerweile sichern 6000 Studenten den Fachkräftenachwuchs für die Region. Vor einem Jahr sei zudem das Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie KLEVERTEC eröffnet worden und durch die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen Europas ins Allgäu gezogen.

Bei der Infrastruktur, insbesondere beim vierspurigen Ausbau der B12, bei der Elektrifizierung der Zugstrecke München-Lindau sowie beim weiteren Ausbau des Allgäu Airports, wird sich Kreuzer weiter stark einbringen. Einen wesentlichen Anteil der Ausführungen nahmen auch die bundesweit einmaligen Förderprogramme Bayerns im Bereich Digitalisierung ein. Für den flächendeckenden Breitbandausbau hat der Freistaat 1,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Alle Gemeinden des Stimmkreises würden von schnellem Internet profitieren. Mit dem „Höfebonus“ und dem Masterplan Bayern Digital II werde auch der ländliche Raum fit fürs digitale Zeitalter.

Neben vielen weiteren landespolitischen Themen ging Kreuzer auch auf den Tourismus in der Region und die geplanten Investitionen in Almwirtschaft, Berggasthöfe und Seilbahnen ein. Dabei versicherte Kreuzer, dass nach den Änderungen im Alpenplan rund um das Riedberger Horn künftig 224 Hektar mehr Flächen in der höchsten Schutzzone C sein werden als bisher.

Der frühere Richter Kreuzer, der seit Herbst 2015 auch als Taktgeber in der Flüchtlingspolitik gilt, machte klar, dass es keine unkontrollierte Zuwanderung geben dürfe und die Integration der wirklich Schutzbedürftigen auf Basis unserer Leitkultur erfolgen müsse. Nicht zuletzt betonte Kreuzer den Markenkern der CSU und versprach, dass sich die Christsozialen auf allen politischen Ebenen weiterhin massiv dafür einsetzen werden, „damit Bayern das sicherste Bundesland in Deutschland bleibt.“ Zustände wie beim G20-Gipfel in Hamburg werde man in Bayern niemals erleben.

Als Listenkandidaten für Land- und Bezirkstag wurden der schwäbische Handwerkskammerpräsident Hans-Peter Rauch sowie Stephan Prause nominiert.

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