Warnhinweis

Betrügerische Anrufe falscher Polizeibeamter

Männerhände tippen eine Telefonnummer in ein Festnetztelefon, neben dem Telefon ein Kugelschreiber.
+
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West warnt vor raffinierten Telefonbetrügern.

Oberallgäu - Ganz aktuell versuchen derzeit im südlichen Landkreis Oberallgäu falsche Polizeibeamte Senioren um Geld zu betrügen. Die Polizei bittet um Beachtung des Warnhinweises.

Seit Mittwochmittag, 27. Januar, verzeichnet die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West immer mehr Mitteilungen über diese Betrugsmasche aus dem südlichen Landkreis. Die Anrufer berichten, soeben einen Anruf der Kriminalpolizei erhalten zu haben, wonach Einbrecher festgenommen worden seien. Bei ihnen wäre eine Liste mit weiteren Einbruchsopfern aufgefunden worden. Um Wertgegenstände vor Diebstahl zu schützen, sollten diese zur Sicherheitsverwahrung Polizeibeamten übergeben gegeben werden. Dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die Angerufenen erkannten die Masche und gingen bislang nicht auf die Gespräche ein oder beendeten diese sofort. Die Vorgehensweise des „falschen Polizeibeamten“ ist nicht neu und wird von Betrügern über Callcenter perfide angewandt und fortgeführt.

Die Polizei rät zu folgenden Verhaltenshinweisen:

  • Am Telefon nie Auskunft über Vermögensverhältnisse geben; Behörden fordern nicht zur Herausgabe von Bargeld auf.
  • Familienangehörige und Nachbarn über diese Vorgehensweisen informieren.
  • Von der Notrufnummer 110 erhält niemand Anrufe.
  • Auflegen und beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110 wählen.
  • Nicht unter Druck setzen und keine unbekannten Personen in die Wohnung lassen.

Weitere Erläuterungen zur Betrugsmasche:

Die äußerst professionellen und sehr sprachgewandten Anrufer stellen sich als Polizeibeamte oder auch andere behördliche Vertreter vor. Durch geschickte Manipulation und wiederholte, teils über Tage dauernde Kontaktaufnahme gelingt es ihnen, ein starkes Vertrauensverhältnis zu ihren Opfern aufzubauen.

Um sich zu legitimieren wird das Opfer teils aufgefordert bei der örtlichen Polizeidienststelle zurückzurufen.
Der Täter täuscht dann durch das Einspielen eines Freizeichens vor, dass die Verbindung unterbrochen wurde, obwohl diese noch weiter besteht. Wenn das Opfer nun die Nummer der örtlichen Polizei oder die 110 wählt, wird keine neue Verbindung aufgebaut. Stattdessen täuscht derselbe Täter oder ein Komplize vor, den Anruf als „richtige Polizei“ wieder anzunehmen.
Deshalb: Verbindung durch Auflegen trennen und die Notrufnummer 110 anrufen, wenn möglich von einem anderen Telefon. Nicht verbinden lassen.
Die im Telefondisplay der Angerufenen angezeigte Rufnummer kann von den Tätern über eine Software manipuliert werden.
Im Falle falscher Polizeibeamter wird teils die Rufnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die örtliche Vorwahl in der Verbindung mit der 110 angezeigt. Die Anzeige einer bekannten Rufnummer ist also kein Grund für falsches Vertrauen.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Roland Lowinger zum neuen Präsidenten des TV Kempten gewählt
Roland Lowinger zum neuen Präsidenten des TV Kempten gewählt
Neue Partei DieBasis stellt sich zur Landtags- und Bundestagswahl
Neue Partei DieBasis stellt sich zur Landtags- und Bundestagswahl

Kommentare