Vermeintliche Bedrohung

Großangelegter Polizeieinsatz in Kempten

Zahlreiche Krankenwagen, Notarztwagen und Polizeifahrzeuge in der Dämmerung auf dem Hildegardplatz in Kempten, mit Basilika und Residenz im Hintergrund.
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Polizei und Rettungsdienst mussten am Samstagnachmittag von einer Bedrohungslage ausgehen.

Kempten - Ein großes Polizeiaufgebot und Rettungsfahrzeuge am späten Nachmittag auf dem Hildegardplatz, eine mit Polizei abgesperrte Salzstraße in just dem Bereich, der nach Bauarbeiten endlich wieder frei gegeben worden war und fragende Blicke von Passanten. Was war passiert?

Großaufgebot vor der Basilika.
Lagebesprechung in der Dämmerung.

Am vergangenen Samstag, 7. November, meldete ein 33-Jähriger gegen 16 Uhr bei der örtlichen Polizeiinspektion, dass seine 37-jährige Bekannte ihn in einer Whatsapp-Nachricht dringend um Hilfe gebeten hatte. Nach ihren Schilderungen sei sie von einer Person mit einer Schusswaffe bedroht worden.

Nähere Angaben zum Sachverhalten waren dem Anrufer allerdings nicht möglich. Da die Polizei zunächst von einer Bedrohungslage ausgehen musste, sammelten sich 30 Einsatzkräfte von Polizei und 20 vom Rettungsdienst im Bereich des Hildegardplatzes. Zeitweise wurde der Bereich zwischen der Salzstraße, Poststraße und dem Stadtpark durch die Polizei gesperrt. Nachdem die 37-Jährige telefonisch nicht erreichbar war wurde ihre Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Bereich des Stadtparks gewaltsam durch die Polizeibeamten geöffnet und betreten. Beim Zugriff in der Wohnung der Frau konnten die Beamten sie selbst mit zwei Kindern unversehrt antreffen. Eine Bedrohungslage konnte schnell ausgeschlossen werden. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung räumte die 37-Jährige das Verfassen der Nachricht ein, jedoch stellte sich der Sachverhalt nicht wie ursprünglich angenommen dar. Die Ermittlungen hierzu wurden durch die Polizei Kempten aufgenommen. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Dem Anrufer ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand kein Vorwurf zu machen, denn er teilte der Polizei gutgläubig mit, dass seine Freundin in Gefahr sei.

kb

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