Dachmarke gesucht

Kempten positioniert sich im Städtewettbewerb

Blick durch Bäume auf die St. Lorenz Basilika in Kempten
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Die St. Lorenz Basilika prägt das Stadtbild von Kempten.

Kempten – „Zielgerichtete Gestaltung und Vermarktung einer Stadt zur nachhaltigen Sicherung und Steigerung der Lebensqualität der Bürger und der Attraktivität der Stadt im Standortwettbewerb“, so definiert die Münchener CIMA Beratung und Management GmbH den Fokus von Stadtmarketing.

Das Unternehmen ist seit Frühjahr 2019 damit beauftragt, ein Konzept für das Stadtmarketing Kemptens auszuloten sowie die derzeitigen Organisationsstrukturen zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren. Einen Zwischenbericht lieferte CIMA-Mitarbeiter Achim Gebhardt in der ersten Sitzung des neu gegründeten Beirats für Tourismus und Stadtmarketing. Als Schwerpunkte sind aktuell die Themenfelder Tourismus, Kultur und Einzelhandel gesetzt. Problem: „Es fehlt vielfach an einer Leitlinie und Profilierung für das Stadtmarketing.“

Zwar sei in den geführten Dialoggesprächen mit den Stadtmarketingrelevanten Akteuren eine schon recht gute Vernetzung attestiert worden und ein „hohes Maß an Eigeninitiative“ erkennbar. Allerdings fehle eine sichtbare strategische, inhaltliche und organisatorische Bündelung, die Gebhardt durch mehr Professionalisierung erreichen möchte. Durch die Vielzahl an Akteuren, u.a. City-Management, Messe- und Veranstaltungshäuser, Kempten Tourismus, Kulturamt u.v.m. entstehen laut Gebhardt viele Überschneidungen, die es zu minimieren gelte.

Als übergeordnetes Ziel sieht Gebhardt zu klären, „wie kommunizieren wir Kempten als Dach“? „Markenkern“ und „Markenbausteine“ seien nicht eindeutig definiert, um Kempten im Städtewettbewerb einmalig zu positionieren. Grundlegend müsse festgelegt werden, worum sich das Stadtmarketing kümmern und was erreicht werden soll. Von der strategischen Ebene wurden sieben Handlungsfelder auf der operativen abgeleitet, u.a. TOP-Events, Kulturförderung oder auch die smarte Stadt, wofür es derzeit „viele Fördermöglichkeiten gibt“.

Joachim Saukel (Freie Wähler/ÜP) und Vorsitzender des Gremiums, ist daran gelegen, „den Prozess jetzt mal Schritt für Schritt“ anzustoßen. Wie er schloss auch seine frisch gewählte Stellvertreterin Stefanie Schmitt, Leiterin Kempten Tourismus, aus dem Vortrag, „dass Vieles schon sehr gut funktioniert“, im Vergleich zu anderen Städten. Sie mahnte zur Vorsicht, dass jetzt „gut funktionierende Teams nicht durch umstrukturieren gelähmt werden“.

Christine Tröger

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