Aufnahme statt Abschottung

Protest-Camp der Seebrücke Kempten

Demonstration des Bündnisses Seebrücke mit einem Transparent, das gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union protestiert.
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Am kommenden Wochenende protestiert die Seebrücke auch in Kempten für einen anderen, menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten.

Kempten - Von Freitag, 29. Januar, bis Sonntag, 31. Januar, veranstaltet die Seebrücke Kempten auf dem August-Fischer-Platz am Forum Allgäu ein Protest-Camp im Rahmen des überregionalen Aktionstages der Seebrücke.

Mit der Aktion will das Bündnis auf die katastrophale Situation der Geflüchteten und die massiven Menschenrechtsverletzungen seitens der EU an den europäischen Außengrenzen aufmerksam machen und fordert: Aufnahme statt Abschottung!

Hierfür campieren die AktivistInnen während eines Dauerprotestes bei winterlichen Temperaturen auf dem August-Fischer-Platz und wollen so die prekäre Situation der Menschen symbolisch in die Kemptener Innenstadt holen.
Über das gesamte Wochenende werden die VeranstalterInnen mehrmals täglich Kundgebungen mit unterschiedlichen Beiträgen abhalten, die via Live-Stream aus dem Protest-Camp in den sozialen Netzwerken übertragen werden. So wollen sie die Situation der schutzsuchenden Menschen nachdrücklicher als bisher in das politische und gesellschaftliche Bewusstsein rücken.
Das Programm wird jeweils kurzfristig ankündigt auf:
www.facebook.com/seebrueckekempten
www.instagram.com/seebruecke.kempten
https://seebruecke.org/lokalgruppen/kempten/
https://twitter.com/seebruckek

Den SprecherInnen der Seebrücke Kempten ist es wichtig zu betonen, „dass wir das Protest-Camp inklusive des nächtlichen Campierens in Zelten keinesfalls mit den Lebensrealitäten der schutzsuchenden Menschen an den Grenzen und in den Lagern vergleichen wollen. Wir sind ausgestattet mit warmer Kleidung, Schlafsäcken, Isomatten, Zelten und werden mit warmen Mahlzeiten und Getränken versorgt. Wir haben Zugang zu sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung und können ein umfangreiches Hygienekonzept umsetzen, um weder unsere noch die Gesundheit anderer zu gefährden. All das sind wertvolle Privilegien, für die wir dankbar sind und die für den Großteil unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit darstellen – für die Menschen an unseren fest abgeriegelten, bewachten Grenzen ist dies nicht der Fall.“

Teilnehmen - analog und digital

Die OrganisatorInnen des Protest-Camps laden ein „sich unter strenger Einhaltung unserer Hygeineregeln aktiv an der Aktion zu beteiligen und Kerzen oder Schilder mit Botschaften als Zeichen der Solidarität mit allen betroffenen Menschen vor dem Protest-Camp abzustellen - auf dass wir vor dem Forum Allgäu ein Lichtermeer entfachen!“
Dabei sind folgende Infektionsschutzmaßnahmen zu beachten:

  • Menschenansammlungen sind nicht erwünscht. Die Teilnahme an den Kundgebungen wird auch online ermöglicht.
  • Personen, die vor Ort an den Kundgebungen teilnehmen wollen, haben sich an die Regeln zu halten und sind dazu aufgefordert den Versammlungsort nach Beendigung der jeweiligen Kundgebung wieder zu verlassen.
  • FFP2-Masken und ausreichend Abstand sind Pflicht.
  • Um Kerzen oder Schilder am Protest-Camp abzustellen darf nur jeweils eine Person den Versammlungsbereich betreten und hat diesen zeitnah wieder zu verlassen.

kb

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