Der Kneipp-Verein Kempten gibt Tipps für Zuhause:

Serie: Kneippen macht Laune – das Augenbad

Ein Mann hängt sein Gesicht in eine Wasserschüssel
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Ein wohltuender Geheimtipp fürs Homeoffice: das Kneipp‘sche Augenbad.

Unser Immunsystem auf natürliche Weise zu stärken, ist das Gebot der Stunde. Nicht zuletzt deshalb stehen die wohltuenden Anwendungen nach Kneipp zur Zeit ganz hoch im Kurs.

Dabei kommt selbst die gute Laune nicht zu kurz. Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Andere wiederum erachten den erquickenden Gesichtsguss als wahres Lebenselixier. Es ist übrigens ganz leicht, für sich selbst herauszufinden, woran es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen.

Die mit der Klopfmassage begonnene Beitragsreihe „Kneippsche Anwendungen für Daheim“ setzt der Kreisbote heute mit einem Geheimtipp fürs Homeoffice fort.

Das Augenbad ist ein Wundermittel in vielfacher Hinsicht. Es reinigt und stärkt nicht nur die Augen sondern auch die oberen Atemwege – den Stirn-, Nasen- und Nebenhöhlenbereich. Benötigt wird hier lediglich eine Schüssel mit 16 bis 18 Grad frischem Wasser. Und so geht`s: Wir holen kräftig Luft und tauchen mit möglichst geöffneten Augen ins Wasser ein. Dort werden die Augenlider mehrfach geschlossen und wieder geöffnet. Es folgt ein kurzes Augenrollen von etwa 15 Sekunden. Nun richten wir uns wieder auf und streifen das übrige Wasser vom Gesicht ab. Für den klaren Blick sorgt ein „Klimpern“ mit den Augenlidern. Das wirkt wie ein Scheibenwischer. Anfangs können die Augen kurz brennen. Doch das bessert sich nach dem zweiten bzw. dritten Mal.

Apropos mehrere Male: Die positive Wirkung des Augenbades kann sich erst dann so richtig entfalten, wenn die Anwendung regelmäßig – durchaus auch mehrmals hintereinander – wiederholt wird.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Zitat von Sebastian Kneipp: „Die Augenbäder sind so schuldlos, dass sie bei Augengebrechen aller Art gebraucht werden können.“

Heutzutage wird das Augenbad vor allem als Wohltat bei überanstrengten, müden, trockenen und tränenden Augen empfunden. Beschwerden, die viele von uns nach stundenlangem Homeoffice kennen.

Besonders hilfreich ist das Augenbad auch für Allergiker, die in der Heuschnupfenzeit unter juckenden und brennenden Augen leiden. Doch Achtung: Wer mit dem Grünen Star (Glaukom) behaftet ist, sollte die Anwendung meiden.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Im Videoclip auf www.kneippbund.de vermittelt Ines Wurm-Fenkl, Fachlehrerin für Hydrotherapie (SKA), noch mehr Wissenswertes zum Augenbad und zur exakten Anwendung.

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