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Serie: Kneippen macht Laune - Der kalte Halswickel

Der kalte Halswickel ist ein bewährtes Hausmittel bei Hals- und Nasen-Rachenraum-Entzündungen.
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Der kalte Halswickel ist ein bewährtes Hausmittel bei Hals- und Nasen-Rachenraum-Entzündungen.

Unser Immunsystem auf so natürliche Weise wie möglich zu stärken, ist das Gebot der Stunde.

Nicht zuletzt deshalb stehen die wohltuenden und oftmals heilsamen Anwendungen nach Kneipp zur Zeit ganz hoch im Kurs. Dabei kommt im Regelfall auch die gute Laune nicht zu kurz. Die einen haben ihre helle Freude an einer zu „neuem Leben“ erweckenden Klopfmassage. Andere wiederum erachten den erquickenden Gesichtsguss als wahres Lebenselixier. Es ist übrigens ganz leicht, für sich selbst herauszufinden, woran es liegt, dass Kneippen Laune macht. Einfach einige Anwendungen ausprobieren und – ganz wichtig – regelmäßig über einen längeren Zeitraum wiederholen.

Die mit der Klopfmassage begonnene Beitragsreihe „kneippsche Anwendungen für daheim“ setzt der Kreisbote mit dem „kalten Halswickel“ jetzt fort. Ja, es gibt sie noch, die bewährten Hausmittel aus der guten alten Zeit, die beinahe schon vergessen schienen. Derzeit erleben sie geradezu eine Renaissance. Der kalte Halswickel ist bezeichnenderweise in der Erkältungszeit ein bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen. Er wirkt wärmeentziehend, entzündungshemmend und vor allem schmerzlindernd. Angewandt wird er bei Hals und Nasen-Rachenraum-Entzündungen.

Vorsicht ist bei aufkommenden Erkältungskrankheiten mit ansteigendem Fieber geboten. Sollte der Schmerz ausnahmsweise einmal während der Behandlung stärker werden, empfiehlt es sich, diese nicht zu Ende zu führen.

Geringer Aufwand – großer Nutzen

Wie bei kneippschen Anwendungen üblich, kann auch der kalte Halswickel mit ganz einfachen Mitteln durchgeführt werden. Benötigt werden lediglich drei Teile – ein Innentuch aus Leinen, ein etwas längeres Zwischentuch aus Baumwolle und ein Außentuch aus Wolle, Frottee oder Flanell. Letzteres idealerweise mit zwei Bändern zum leichteren Fixieren.

Und so wird‘s gemacht

Das Leintuch wird in 16 bis 18 Grad kaltes Wasser getaucht und nur ganz leicht ausgewrungen. Dann holen wir uns „Verstärkung“, indem wir eine Quarkschicht von etwa einem halben Zentimeter auf das Tuch legen. Dadurch wird die Wirkung des Wickels noch einmal verstärkt. Zum Schutz des darüber liegenden Baumwolltuches vor Verfilzung tragen wir eine dünne Mullschicht auf.

Nun legen wir das Tuch aus Leinen um den Hals und schlagen eine Seite nach innen, um es zu befestigen. In einem nächsten Schritt folgen das Zwischen- und das Außentuch. Fixiert wird der Wickel auch hier, indem eine Seite des äußeren Tuches nach innen geschlagen wird, oder – wenn zwei Bänder vorhanden – durch eine Schleife. Keine Sorge, das sieht nur auf den ersten Blick komplizierter aus, als es in Wirklichkeit ist.

Damit der Halswickel gut wirken kann, ist Bettruhe angesagt. Am besten so lange wie die Anwendung als kalt empfunden wird.

Übrigens: Zwei kalte Halswickel am Tag sind durchaus empfehlenswert. Als sinnvolle Ergänzung zum Wickel hilft warmer Salbeitee, Halsschmerzen zu lindern. Darüber hinaus werden auch dem Lutschen von kandiertem Ingwer positive Effekte nachgesagt.

Zum guten Schluss noch ein Tipp vom Kneipp-Verein Kempten: Wer möchte, kann diese Anwendung, die so spielerisch leicht in die Praxis umzusetzen ist, auch in bewegten Bildern mit Ton erleben. Und zwar im Internet unter www.kneippbund.de.

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