Dynamische Entwicklung

Aus den laufenden Haushaltsberatungen: Das Personalamt

Vier gemalte Bilder oder Illustrationen, die Frauen und Männer in Konferenzen und Besprechungen zeigen.
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Die Stadt Kempten investiert in die Aus- und Weiterbildung ihrer VerwaltungsmitarbeiterInnen.

Kempten – Die Personalkosten gehen stetig nach oben. Betrugen diese in 2018 noch ca. 54 Millionen Euro, so werden in 2021 rund 65 Millionen Euro benötigt.

In der Stadtverwaltung sind aktuell 1171 Beschäftigte, davon arbeiten 518 (44 Prozent) in Teilzeit und 653 (56 Prozent) in Vollzeit. Der Personalumfang wurde in den letzten Jahren durchschnittlich um 4,75 Prozent jährlich aufgestockt. Im Jahr 2020 wurden 32 neue Stellen geschaffen. Die Stadt hat derzeit 40 Auszubildende in sieben Ausbildungsberufen. Steigende Fluktuation und damit steigender Nachbesetzungsbedarf sowie erhöhter Kompetenzschulungsbedarf stellen große Herausforderungen dar. So wurden in 2020 125 neue Beschäftigte eingestellt, dem stehen 83 Abgänge gegenüber, sei es durch Auslaufen eines Zeitvertrages, Kündigung, Erreichen der Altersgrenze, Auflösungsvertrag oder Kündigung während der Probezeit. Dies erfordert einen hohen Aufwand an Aus- und Weiterbildung. Hierfür wurden im Jahr ca. 650.000 Euro aufgewendet.

Thomas Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen) regte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an, die Wirksamkeit von allen Verwaltungsvorgängen zu prüfen, aber auch die Qualität der Mitarbeiter. Die Führungsaktivität und Mentalität sollte durch Teilhabe und Motivation gesteigert werden, um die Arbeitsergebnisse zu verbessern. Ein Vergleich mit anderen Städten ist ihm zufolge nicht zielführend. Für seinen Fraktionskollegen Lajos Fischer ist eine hohe Fluktuation meistens ein Zeichen, dass sich die Leute nicht wohl fühlen. Er wollte ferner wissen, wie hoch der Frauenanteil auf der Führungsebene ist und wie viele Menschen mit Migrationshintergrund beim Personalnachwuchs angestellt sind. Oberbürgermeister Thomas Kiechle erläuterte, dass die Themen nicht neu seien, „aber die Dynamik, in der wir uns befinden, ist eine Entwicklung. Gerade in der Effizienz der Digitalisierung. Wir müssen schauen, dass wir das schnell umsetzen.“ Laut Personalamtsleiter Christian Schoch liegt die hohe Fluktuation im Wesentlichen im Bereich der Mittagsbetreuung. Er sprach von einer systematischen Fluktuation. Bezüglich der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen sehe es, so Schoch zur Frage Fischers, nicht gerade gut aus. Die Ebene der Sachgebietsleiter sei mit Frauen gut besetzt, darüber nehme der Frauenanteil stark ab. Bezüglich der Anzahl an Beschäftigten mit Migrationshintergrund konnte er keine Angaben aus dem Stegreif machen.

Helmut Hitscherich

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