Es geht voran

6. Stadtteilbeiratssitzung Kempten-Ost im Pfarrzentrum St. Ulrich

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Aufmerksame Besucher der 6. Öffentlichen Stadtteilbeiratssitzung im Pfarrzentrum St. Ulrich waren u.a.(v.l.) Katerina Wiedemann, Amt für Jugendarbeit; Alexander Bensch, Jugendzentrum Bühl und ÖDP-Stadtrat Franz-Josef Natterer-Babych.

Kempten – Vergangenen Montagabend lud das Stadtteilbüro Kempten-Ost zu seiner 6. Öffentlchen Stadtteilbeiratssitzung in das Pfarrzentrum St. Ulrich ein. Rund 30 interessierte Anwohner erschienen zur Veranstaltung, die von den beiden Quartiersmanagern Max Erhardt und Jan Damlos geleitet wurde. Nach der Vorstellung von zwei neuen Praktikanten, die im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule Kempten die Arbeit des Projekts „Soziale Stadt“ begleiten, gingen die beiden Quartiersmanager gleich in medias res. Berichtet wurde am Abend über den Stand der Maßnahmenplanung mit dem Tiefbauamt und aus den Arbeitskreisen Stadtteilzeitung und Nahversorgung – Miniladen und Lebensmittelversorgung Reinhartser Straße.

Engelhaldepark und Ostbahnhof

Zu Beginn wurde das neue Logo von Kempten-Ost vorgestellt. Am 5. Oktober wird hierüber abschließend die Lenkungsgruppe „Kempten-Ost“ befinden, der neben den Referatsleitern vier Stadträte angehören. Das Logo zeigt einen zu zwei Seiten geöffneten Lorbeerkranz mit dem Schriftzug „Kempten-Ost“, der in der römischen Serifenschrift „Capitalis“ gehalten ist. Schon in der vorangegangenen Beiratssitzung hatte ÖDP-Stadtrat Franz-Josef Natterer-Babych am Logo Kritik geäußert. „Die Vielfalt und die Lebendigkeit der östlichen Stadtteile Kemptens findet sich im Lorbeerkranz nicht wieder.“ Natterer-Babych plädiert weiter dafür, auf die zeichnerischen Entwürfe Jugendlicher vor Ort zurückzugreifen. Letztlich wird aber wohl der Vorschlag der Kemptener Werbeagentur „Ascana“ das Rennen machen. Das Quartiersmanagement berichtete anschließend vom Stand der Gespräche über geplante Projekte im Engelhaldepark und der Aufwertung des „Ankunftsortes“ Ostbahnhof in der Ulmer Straße. Für jeweils 100.000 Euro sollen im Engelhaldepark ein Bike-Park und ein Beachvolleyballplatz entstehen. Entschieden wird darüber Ende September im Haupt- und Finanzausschuss. Für den Ostbahnhof sind Verbesserungen im direkten Umfeld geplant. So sollen die Wegebeziehungen direkter und die Straßenbeleuchtung erweitert werden, so dass der Ostbahnhof sich zu einem „anständigen Haltepunkt“ entwickelt. Alexander Bensch, Betreuer des Jugendzentrums Bühl, berichtete von seiner Vor-Ort-Arbeit mit Jugendlichen. Mit insgesamt 16 Jugendlichen hatte Bensch den Sommer über öffentliche Flächen im Rahmen eines Graffiti-Workshops verschönert.

Ein zentrales Vorhaben des Projekts „Soziale Stadt“ soll das Erscheinen eines Stadtteilmagazins werden. Als Vorbild gilt den Planern die Stadtteilzeitung Sankt Mang. „Wir wollen hier die klassische Schiene gehen“, betont Alexander Schilling, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. Geplant ist eine Stadtteilzeitung mit 24 Seiten, gedruckt auf wertigem Papier, die in die Briefkästen verteilt werden soll. Schilling denkt an zwei Ausgaben jährlich. Finanziert werden soll das Projekt u. a durch Anzeigen. „Wir hoffen, dass wir zu Ostern 2021 mit unserer ersten Ausgabe in den Briefkästen stecken“, meinte ein optimistischer Schilling.

Miniladen Bühl kommt

Auch zur zeitnahen Eröffnung eines Miniladens auf dem Bühl konnten die Verantwortlichen Erfolge vermelden. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Nahversorger in den ehemaligen Räumlichkeiten eines Getränkemarktes auf dem Bühl im November eröffnen. Geführt werden wird der Miniladen, mit dem Namen „‘S Lädele auf dem Bühl“, durch Sabine Röck. Ein Kostenplan wird derzeit durch alle Verantwortlichen erstellt. Aus dem Zuschauerraum kam die Anregung, dass es im zukünftigen Miniladen eine Abholstation für Medikamente geben soll. Die Quartiersmanager Erhardt und Damlos versprachen, Gespäche mit Apothekern in Kempten zu führen. Coronabedingt abgesagt werden musste heuer das geplante „Helferfest“ im Engelhaldepark. Andere Angebote des Stadtteilbüros wie das Seniorenfrühstück jeden letzten Mittwoch im Monat finden dagegen statt. Zudem soll ein weiterer Versuch unternommen werden, einen neuen VHS-Deutschkurs im Familienzentrum St. Ulrich zu starten. Optimistisch zeigte sich Jan Damlos, dass heuer ein Weihnachtsmarkt stattfinden wird, an dem sich der Stadtteil Ost mit einem Konzert am 11. Dezember in der Pfarrei St. Ulrich beteiligen möchte. Gesucht werden noch helfende Hände, die im geplanten Café im zukünftigen Familienzentrum stundenweise ehrenamtlich bedienen möchten. Auf www.kemptenost.de finden sich hierzu mehr Informationen und die Kontaktadressen.

Jörg Spielberg

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