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Kempten sucht Betreuungspersonal für die KiTas

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Von: Martina Ahr

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Kempten baut die Betreuungsplätze aus. Doch die Personalakquise gestalte sich immer schwieriger. © Symbolfoto: Panthermedia/AllaSerebrina

Kempten – Bildungsstätten leiden besonders unter den derzeitigen Corona-Bedingungen, stellt OB Kiechle fest. „Wir als Kommune sind bemüht, alles zu tun, um die Kitas sicher zu halten.“

Deshalb habe man sich Ende des Jahres entschlossen, auch Kitas mit Luftreinigungsgeräten auszustatten. Aktuell befinde man sich in der Beschaffungsphase, sagte er bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Entscheidend sei aber, dass diese auch korrekt eingesetzt werden. Soweit er es überblicke, funktioniere dies in den Schulen bereits ganz gut. Seit dem 10. Januar gelte auch eine Testpflicht für Kitas, ab dem ersten Geburtstag testen Eltern ihre Kinder dreimal pro Woche. Kiechle appelliert an die Eltern, sich an diese Maßgaben zuverlässig zu halten. An zwei Kitaeinrichtungen laufe zudem ein Testbetrieb mit PCR-Pooltests, um mehr Sicherheit zu gewährleisten. Allerdings komme da enormer Arbeitsaufwand auf Labore zu.

Prognosetool für Bedarfsplanung

Die Entwicklung der Wegzugs- bzw. Zuzugzahlen und schwankende Geburtszahlen: Es sind viele Faktoren, die den Bedarf an Betreuungsplätzen kurzfristig, aber auch langfristig beeinflussen. Die Stadtverwaltung arbeitet nun mit einem Prognosetool, wie Dagmar Flohr, stellvertretende Leiterin des Amts für Kita, Schulen und Sport, erläutert, das dabei helfe, zeitnäher auf Veränderungen zu reagieren. Man beobachte beispielsweise den Trend, dass die Zahl der Kinder mit besonderen Bedürfnissen (sogenannte Integrationskinder) zunehme. Mit dem neuen Tool könne dieser veränderte Bedarf schneller in den Gesamtbedarf einbezogen werden.

Aktuell benötigen insgesamt ca. 15 Kinder dringend einen Krippenplatz, für den Zeitraum Januar bis Mai 2022 sind es ebenfalls rund 15 Kinder, außerdem sind etwa zehn bis 15 Kinder auf der Warteliste für einen Platz in einem Kindergarten. Die Platzvergabe soll künftig über ein Onlinetool abgewickelt werden, das transparenter sei und jederzeit die aktuell verfügbaren Plätze anzeigen könne.

Neue Betreuungsplätze entstünden in St. Nikolaus, in St. Michael und St. Hildegard in Heiligkreuz. Außerdem seien in den Neubaugebieten Auf der Ludwigshöhe, im Saurer-Allma-Gelände und Halde Nord jeweils Betreuungsplätze geplant. Dem gegenüber stehen die Betreuungsplätze in der Einrichtung „Bunte Knöpfe“, die ab dem Jahr 2026 wegfallen. Allerdings sei es mit dem Bau von Kita-Räumlichkeiten nicht getan, das Problem liege beim Personal. Es werde immer schwieriger, ausreichend gutes und qualifiziertes Personal zu finden, so Flohr.

Neue Wege im Kinderhaus Klecks

Holprig sei das Kinderhaus Klecks gestartet, so Referatsleiterin Marion Haugg. Man habe dort noch nie unter Normalbedingungen arbeiten können; zunächst habe die ausklingende Bauphase und Personalmangel, später die Pandemie die Betreuungsarbeit beeinträchtigt. Deshalb laute der Plan für die nächsten beiden Jahre, dort weitere Erfahrung mit dem „überregional einzigartigen“ Konzept einer trägerübergreifenden Zusammenarbeit zu sammeln.

Die ursprüngliche Befristung bis zum 31. August 2022 soll nach einstimmigen Beschluss aufgehoben und die Kooperationsverträge verlängert werden.

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