Flagge zeigen für Frauenrechte

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Motiv der Fahne des Vereins Terre des Femmes zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November für den Aktionstag 2020: Gezeichneter Umriss eines sich streckenden Frauenkörpers mit ausgebreiteten Armen in Gelb vor dunkelblauem Hintergrund, davor der Schriftzug: „Frei leben - ohne Gewalt“ sowie Logos in den Ecken links.
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Gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei - das Fahnenmotiv zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen 2020.

Kempten - Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Terre des Femmes ruft die Stadt Kempten auch heuer wieder dazu auf, die Menschenrechte von Frauen und Mädchen zu achten und ihnen ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben in Würde und Freiheit zu ermöglichen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kempten, Katharina Simon, macht darauf aufmerksam, dass auch Kempten zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Mittwoch, 25. November, ein Zeichen setzt: Vor dem Rathaus, dem Verwaltungsgebäude in der Gerberstraße, an der Lorenzkirche und der St. Mang-Kirche sowie in der Salzstraße vor KARI Tanzhaus und am Haus International werden Fahnen wehen und fordern: „Frei leben ohne Gewalt“.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt laut UNICEF die häufigste Menschenrechtsverletzung weltweit dar. Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen kein Randproblem. Jede dritte Frau in Deutschland hat in ihrem Leben schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt; jede fünfte war von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Partner betroffen, so das Bundesfamilienministerium.

Der 25. November ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Seit zwanzig Jahren wird weltweit an diesem Tag die Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für Frauen gefordert und ein besserer Schutz vor jeglicher Art von Gewalt angemahnt.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Bundesweit findet jedes Jahr an diesem Tag die vom Verein Terre des Femmes initiierte Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ statt. Sie wird inzwischen von mehr als 850 Städten und Gemeinden in Deutschland aufgegriffen und mitgetragen. So auch in Kempten.

kb

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